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Wohnungen unter der Hand an Verwandte vergeben: Justiz prüft Siedlerbund

Ehemaliger Obmann der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Siedlerbund gerät durch Sonderprüfbericht massiv unter Druck. Justiz prüft Ermittlungen.

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In Innsbruck hat Ex-Obmann Altenweisl Wohnungen an diverse Verwandte vergeben. Die Aufsichtsbehörde und das Land Tirol habe diese Vorgänge jetzt unter die Lupe genommen.
© iStock

Von Peter Nindler

Innsbruck – Im Auftrag des Landes Tirol hat der Revisionsverband der gemeinnützigen Bauvereinigungen, der das Aufsichtsorgan der Gemeinnützigen ist, die letzten Jahre der 25-jährigen Obmannschaft von Josef Altenweisl im Siedlerbund (GHS) penibel durchleuchtet. Sein Führungsstil war umstritten. Der gewählte Obmann und ehemalige ÖVP-Bürgermeister von Nußdorf-Debant führte die Baugenossenschaft mit Sitz in Innsbruck und Lienz so, als wäre es sein eigenes Unternehmen. Wie, das bricht jetzt auf. Der vorliegende Sonderprüf­bericht gibt nämlich tiefe Einblicke, wie der Osttiroler „sein ­Unternehmen“ definierte.

Im Vorjahr wurde ein Abwahlantrag gegen ihn eingebracht, mit allen Mitteln versuchte Altenweisl, die Generalversammlung noch hinauszuzögern. Nachdem die Aufsichtsbehörde im Land eine außerordentliche Überprüfung seiner Tätigkeit im Siedlerbund angeordnet hatte, zog sich Altenweisl dann allerdings von sich aus zurück.


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