Ex-ÖSV-Langläufer Baldauf und Hauke erneut in Innsbruck vor Gericht

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte in beiden Fällen jeweils zwei Anklagepunkte aufgehoben. Diese werden kommende Woche neue verhandelt.

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Max Hauke muss sich erneut vor Gericht verantworten.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Die beiden ehemaligen Skilangläufer Dominik Baldauf und Max Hauke stehen am Freitag kommender Woche erneut in Sachen Doping vor dem Innsbrucker Landesgericht. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte in beiden Fällen jeweils zwei Anklagepunkte aufgehoben. Diese Anklagepunkte müssen nun noch einmal vor dem Landesgericht Innsbruck verhandelt werden.

Es geht dabei um zwei Rennen, die die ehemaligen ÖSV-Athleten in Deutschland und Finnland gelaufen sind. Dort gelten bei Doping nämlich andere rechtliche Rahmen als in Österreich, erklärte Sprecher und Vizepräsident des Landesgerichts Andreas Stutter. Nun müsse geklärt werden, ob die begangenen Handlungen auch in diesen beiden Ländern nach dortigem Recht strafbar sind. Sollte das nicht der Fall sein, dann wäre auch der entstandene Schaden geringer und das verhängte Strafausmaß könnte sich ändern. Da die übrigen Anklagepunkte vom OGH jedoch bestätigt wurden, waren die Verurteilungen wegen des Verbrechens des gewerbsmäßig schweren Betrugs rechtskräftig.

Baldauf war im Jänner des vergangenen Jahres wegen schweren Sportbetrugs zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Der 27-jährige Vorarlberger hatte sich vor dem Schöffensenat teilweise schuldig bekannt. Er hatte zugegeben, sowohl Wachstumshormon genommen als auch Blutdoping betrieben zu haben.

Ähnlich stellte sich der Fall Hauke dar. Der Steirer war bereits im Oktober 2019 ebenfalls wegen schweren Sportbetrugs zu fünf Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden. Auch er hatte sich teilweise schuldig bekannt und zugegeben, sowohl Wachstumshormon genommen als auch Blutdoping betrieben zu haben.

Die beiden ehemaligen Langläufer waren den Behörden im Zuge der Operation Aderlass bei der Nordischen Ski-WM im Tiroler Seefeld im Februar 2019 ins Netz gegangen. Deutsche und österreichische Behörden ließen bei Razzien in Erfurt und Tirol einen internationalen Dopingring rund um den deutschen Sportmediziner Mark S. auffliegen. (APA)


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