Nach FFP2-Skandal: Lenzing übertrug Anteile von Hygiene Austria an Palmers

Der Maskenproduzent Hygiene Austria gehört nach dem Ausstieg vom Faserhersteller Lenzing zu 100 Prozent Palmers. Nach einer Hausdurchsuchung und Ermittlungen der WKStA war die Firma schwer unter Druck geraten.

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Palmers besitzt nun 100 Prozent der Anteile von Hygiene Austria.
© HANS KLAUS TECHT

Wien, Lenzing – Der börsennotierte Faserhersteller Lenzing ist aus dem Joint Venture mit Palmers zur Maskenproduktion, der Hygiene Austria, ausgestiegen. Per Ende März wurden alle Lenzing-Anteile an der Hygiene Austria an Palmers übertragen, teilte Lenzing am Freitag mit. Lenzing hatte 50,1 Prozent, Palmers 49,9 Prozent an der Hygiene Austria gehalten. Nun gehöre die Gesellschaft zu 100 Prozent Palmers, sagte der Lenzing-Sprecher zur APA.

„Begleitet von einem entsprechenden Pflichtenheft für eine solide Geschäftsfortführung haben sich die beiden Gesellschafter auf die Übertragung der Lenzing-Anteile an Palmers geeinigt. Um den gründungskonformen Fortbestand zu gewährleisten, verzichtet Lenzing zunächst auf einen entsprechenden Kaufpreis. Das soll Palmers wiederum ermöglichen, die Gesellschaft mit weiteren Finanzmitteln auszustatten", heißt es in der Lenzing-Aussendung.

Der Maskenproduzent mit Sitz in Wiener Neudorf geriet in Folge einer Hausdurchsuchung und Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) massiv unter Druck. Die Firma räumte ein, FFP2-Masken zwar als „Made in Austria" beworben, einen Teil davon aber in China zugekauft zu haben. Außerdem wurden die Arbeitsbedingungen der großteils über Leiharbeitsfirmen beschäftigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kritisiert. (APA)

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