St. Pölten beurlaubte Trainer Ibertsberger, Sportdirektor Zellhofer Interimscoach

In den vergangenen 13 Partien konnten die Niederösterreicher lediglich einen Sieg einfahren. Der SKN zog deshalb im Abstiegskampf die Reißleine.

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Robert Ibertsberger muss seinen Platz auf der SKN-Bank räumen.
© EXPA/STEFAN ADELSBERGER

St. Pölten – Nach rund 13 Monaten ist das Engagement von Robert Ibertsberger bei Bundesligist SKN St. Pölten am Montag mit einer Beurlaubung zu Ende gegangen. Nach 13 Partien in Folge mit nur einem Sieg sind die "Wölfe" tief in den Abstiegskampf verstrickt. "Wir haben keine Entwicklung der Mannschaft mehr gesehen und die Hoffnung verloren, dass das Team in dieser schwierigen und herausfordernden Situation den Turnaround schaffen kann", erklärte General Manager Andreas Blumauer.

Das soll nun Sportdirektor Georg Zellhofer als Interimstrainer schaffen. "Die Mannschaft ist durch die Niederlagen verunsichert, das Selbstvertrauen und die Leichtigkeit sind weg", zitierte der Club in einer Aussendung Zellhofer, der mit dem SKN am kommenden Samstag in Altach gastiert. "Es gilt nun, Stabilität und Sicherheit in das Team zu bringen. Ich bin überzeugt, dass diese Mannschaft mehr Potenzial hat, als sie zuletzt gezeigt hat."

Das Selbstvertrauen ist Goalie Christoph Riegler und Co. längst abhandengekommen, am Wochenende misslang auch der "Neustart" in die Qualifikationsgruppe mit dem 0:1 gegen Abstiegskonkurrent Admira. Zehn Punkte hat man als Vierter am Konto und damit nicht mehr als die dahinter liegenden Admira und Altach. "Das 3:3 in Hartberg in der letzten Runde des Grunddurchgangs war ein kleiner Lichtblick, aber der Auftritt der Mannschaft im ersten Spiel der Qualifikationsrunde hat uns letztendlich zum Handeln veranlasst", sagte Blumauer.

Er hob freilich auch die Verdienste des 44-Jährigen hervor, der nach Interimsjobs beim WAC und der Wiener Austria die Mannschaft Anfang März 2020 vom Deutschen Alexander Schmidt übernommen hatte: "Robert hat das Team vor einem Jahr in einer schwierigen Situation übernommen, hat souverän den Klassenerhalt geschafft, und die Mannschaft hat im Herbst eine sehr gute Leistung gezeigt."

Tatsächlich war der Meisterschaftsstart 2020/21 für viele überraschend gut verlaufen. Bis zur elften Runde lag man in den Top-Sechs, vier Siege standen ebenso vielen Niederlagen und drei Remis gegenüber. Danach gelang in zwölf Partien aber nur noch ein "Dreier", dafür kassierte man acht Niederlagen. Nun kam das Aus für den ehemaligen ÖFB-Teamspieler. (APA)


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