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Gut zu wissen: Wie der April immer öfter macht, was er will

So manch Meteorologe würde sich im April wohl am liebsten die Haare raufen. Sonne, Schnee, warme und eiskalte Temperaturen geben sich in diesem Monat die Klinke in die Hand. Wir klären, was es über das launische Wetter im April zu wissen gibt, was normal ist und was nicht und warum nicht nur der Frost für die Schäden an den Pflanzen verantwortlich ist.

Frost kann die empfindlichen Blüten von Obstbäumen stark beschädigen.
© Peter Kitzbichler

Innsbruck – April April, der macht was er will. In seiner Unberechenbarkeit ist der Monat aber doch sehr berechenbar. Zumindest weiß jeder, dass im April alles passieren kann – und das ist doch schon mal was.

Was wir auch schon wissen: Die Nacht auf Freitag war eine der kälteste der insgesamt recht frischen Woche mit frostig Temperaturen unter null Grad kalt. Aber wie ungewöhnlich ist das tatsächlich? Wie viel Frost im April ist noch normal? Wann wird es für die Pflanzen brenzlig? Und hat der Klimawandel seine Finger im Spiel? Das und mehr erfahren Sie hier:

🥶 Ist das normal oder kann das in die Geschichtsbücher?

Frost im April ist dabei keineswegs ungewöhnlich. Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) kommt das selbst in den tiefen Lagen Österreichs fast jedes Jahr vor. "Auch unterhalb von 800 Metern Seehöhe muss man jedes Jahr mit zumindest einer Frostnacht im April rechnen", sagt der Meteorologe Alexander Orlik von der ZAMG. Das große Aber: Kommen diese kalten Tage häufiger oder oft hintereinander vor, kann man schon von einer Seltenheit sprechen. Genau so eine Ausnahme erleben wir momentan. "Ein April, in dem es mindestens drei Tage Frost gibt mit Temperaturen bei minus 2 Grad oder darunter, kommt zum Beispiel in Krems statistisch gesehen alle fünf Jahre vor, in Gleisdorf und Jenbach alle zehn Jahre", sagt Alexander Orlik.

🏔️ Aber der Klimawandel muss seine Finger im Spiel haben, oder?


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