Virtuelle Reise durch das Schaubergwerk

Das Schaubergwerk Leogang wird seit der vergangenen Woche vermessen, damit es in Zukunft auch virtuell befahren werden kann.

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Das Schaubergwerk Leogang wird seit der vergangenen Woche vermessen, damit es in Zukunft auch virtuell befahren werden kann.
© Quast

Hochfilzen, Leogang – Etwa ab Mitte Juli dieses Jahres soll es möglich sein, die mittelalterlichen Stollen des Schaubergwerks Leogang im Schwarzleotal auch virtuell zu erkunden.

„Mit dieser Digitalisierungsoffensive möchte die Gemeinde Leogang als Betreiber des Schaubergwerks gemeinsam mit der Knappschaft Leogang den historischen Bergbau des Landes ins digitale Zeitalter holen und ihn auch jenen Menschen zugänglich machen, denen eine reale Befahrung, wie eine Begehung in der Bergmannsprache genannt wird, nicht möglich ist“, heißt es seitens der Firma GEO Unterweissacher, einem technischen Büro für Geologie in Hochfilzen, das die Projektumsetzung leitet.

Derzeit laufen noch bis Mitte der Woche die Vermessungsarbeiten in Kooperation mit der Firma Crazy Eye aus Wien. „Danach wird ein 3D-Modell erstellt“, weiß Patricia Quast von GEO Unterweissacher. Zudem sind vor allem Firmen aus der Region Leogang-Pillerseetal an der Realisierung beteiligt.

Über das digitale Modell erfährt man dann auf interaktive Weise Wissenswertes über die Montangeschichte, über die Geologie sowie die Lagerstättenkunde und die Lebensbedingungen der Bergleute.

Die virtuelle Tour wird in Zukunft über einen neu installierten Informationsscreen vor dem Unterberghaus im Schwarzleotal sowie die neu gestaltete Website für jedermann rund um die Uhr zugänglich sein. So entsteht ergänzend zur persönlich geführten Tour durch die alten Stollenanlagen ein zeitgemäßes Zusatzangebot, das nun auch einen deutsch- und englischsprachigen Audioguide beinhalten wird.

Laut Quast gibt es für das Projekt auch eine Förderung des Landes Salzburg. (mm)


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