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Tiroler Heimtarife im Finale, Strukturplan läuft aus

Schwarz-Grün soll heute ein neues Tarifmodell mit 26 Mio. Euro Mehrkosten beschließen. Arbeit an neuem Pflege-Plan.

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Das Land wird die Heimtarife erheblich erhöhen. Nun gilt es, den Strukturplan Pflege zu überarbeiten. (Symbolfoto)
© imago

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Noch bis gestern soll an dem Antrag gefeilt worden sein, der heute erst als Tischvorlage auf die Tagesordnung der Landesregierungssitzung kommen dürfte. Schwarz-Grün will – sofern Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP) und die Abteilung Soziales die letzten noch offenen Details präzisieren und dingfest machen konnten – ein völlig neues Tarifmodell für die Tiroler Pflegeheimlandschaft beschließen.

Wie berichtet, geriet das 2018 von Tilg vom Stapel gelassene und mittlerweile auf 34 von 90 Heimen ausgeweitete Pilotprojekt „Tagsatzkalkulation neu“ massiv in die Kritik, als klar war, dass ein Großteil der Heime damit nicht ausgeglichen geführt werden konnte. 2019 entstand so für die teilnehmenden Heime in Summe ein Abgang von 3,7 Mio. €. Weil schlicht die Tagsatzhöhe (zusammengesetzt aus Grundtarif und Pflegepersonalzuschlag) zu gering war und nach wie vor ist. Am Reformziel selbst – nämlich der Vereinheitlichung der Tarife in allen Heimen zum Zweck der Transparenz und die Einführung eines verbindlichen Qualitäts- und Leistungskatalogs – wird nicht gerüttelt.


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