Kapstadt im Rauch: Kampf gegen die Flammen geht weiter

Nachdem heftiger Wind am Montag einen Einsatz der Lösch-Helikopter unmöglich gemacht hatte, gingen sie am Dienstag wieder an den Start.

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An Kapstadts Wahrzeichen, dem Tafelberg, konzentrierte sich das Feuer am Dienstag nahe der Seilbahn-Station.
© RODGER BOSCH

Kapstadt – In Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt haben Feuerwehrleute auch am Dienstag einen am Wochenende ausgebrochenen Großbrand bekämpft. Nachdem heftiger Wind am Montag einen Einsatz der Lösch-Helikopter unmöglich gemacht hatte, gingen sie am Dienstag nach Angaben der Brandbekämpfer wieder an den Start. Während die Innenstadt weiter von Rauch und Asche bedeckt war, begannen an der Universität erste Aufräumarbeiten. Sie wird bis einschließlich Freitag geschlossen bleiben.

Rund 4000 Studenten hatten dort ihre von den Flammen bedrohten Unterkünfte fluchtartig verlassen. Mehrere historische Gebäude - darunter eine Bibliothek mit seltenen historischen Büchern - gingen in Flammen auf. Für die Universität wurde laut Bildungsminister Blade Nzimande ein Hilfsfonds eingerichtet. Er rief den Privatsektor zu Spenden für den Wiederaufbau auf. Zudem treffen nach Angaben der Universitätsleitung Hilfsangebote aus aller Welt ein.

Entzündetes Lagerfeuer als mögliche Brandursache

An Kapstadts Wahrzeichen, dem Tafelberg, konzentrierte sich das Feuer am Dienstag nahe der Seilbahn-Station. Nach Angaben von Rettungsdiensten war das Feuer am Sonntagmorgen ausgebrochen. Die Ursache des Brandes sei vermutlich ein von einem Obdachlosen entzündetes Lagerfeuer gewesen, hieß es. Ein deswegen festgenommener und wegen Brandstiftung angeklagter 35-jähriger Tansanier erschien am Dienstag kurz vor Gericht und beteuerte nach Angaben seines Anwalts Shagan Balram seine Unschuld. Er habe kein Feuer entzündet, sondern eins löschen wollen, sagte Balram vor laufenden Kameras. Der Prozess wurde um eine Woche vertagt, der Tansanier bleibt vorerst in Haft.

Der Tafelberg und der ihn umgebende Nationalpark stehen unter Naturschutz. In Südafrikas Trockenzeit kommt es häufig zu schlimmen Bränden. Allerdings war es in der von Mitte November bis April gehenden diesjährigen Saison das erste schwere Feuer in der Region. (APA/dpa)

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