Bezirksschlachthof in Fließ auf Schiene gebracht

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Symbolbild.
© Vanessa Rachlé

Fließ – Die Würfel für ein bäuerliches Großprojekt im Bezirk Landeck sind gefallen. Der Fließer Schlachthof soll zu einem großen Bezirksschlachthof ausgebaut werden – die Beteiligung am zum Teil auch umstrittenen Projekt war größer als erwartet. „16 Gemeinden machen mit“, sagt der Fließer Standortbürgermeister Hans-Peter Bock. Bis zum 14. April hatten die Kommunen Zeit für Beratungen, dann musste eine Entscheidung her.

Die Rückmeldungen sind für Bock erfreulich. Rund um den bestehenden Schlachthof im Alten Zoll soll künftig ein Gemeindeverband gegründet werden. Ziel war, die wichtige Infrastruktur zukunftsfit zu machen.

In einem nächsten Schritt werde die Bezirkshauptmannschaft Landeck die Satzungen ausarbeiten, erklärt Bock das weitere Prozedere. Mit diesen Details gehen die Bürgermeister dann wieder in ihre Gemeinderäte – erst dann kann der Gemeindeverband konstituiert werden. Bock hofft aber, vielleicht schon diesen Herbst mit den Arbeiten rund um den Schlachthof beginnen zu können, wie er erklärt.

Die Entscheidungen dazu fallen allerdings erst im Gemeindeverband. Geplant ist eine Investition von 2,3 Mio. Euro, um die Infrastruktur zu modernisieren und auszubauen. Auch das Land fördert das Projekt. Nicht alle machen mit: Die Stadt Landeck hatte einer Beteiligung zuletzt eine Absage erteilt, Strengen, Grins, Stanz, Tobadill und Prutz seien jetzt aber fix dabei, so Bock.

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Bernhard Pircher, Projektleiter der Modellregion Landeck, hatte immer die Bedeutung für die kleine Landwirtschaft betont: „Die Direktvermarktung der Produkte wird für die Bauern somit weiterhin sichergestellt und bestehende Kooperationen können weiter ausgebaut werden“, erklärt er. (mr)


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