Nach Jahrzehnten öffnet sich Zufahrt für die Innsiedlung in Roppen

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Stolz und erleichtert präsentiert der Roppener Bürgermeister Ingo Mayr die Baustelle am ehemaligen engen Durchlass.
© Paschinger

Roppen – Den derzeitigen Baulärm und Staub nehmen die Bewohner der Innsiedlung in Roppen derzeit zumeist mit Handkuss zur Kenntnis. Denn nach rund 40 Jahren wird nun endlich ein vor langer Zeit gegebenes Versprechen eingelöst: Die gut 50 Bewohner erhalten nämlich eine entsprechend große Unterführung unter der Arlberg-Bahntrasse. Damit die Bewohner auch weiterhin erreichbar sind, wurde auf der nördlichen Seite binnen dreier Wochen eine temporäre Notzufahrt eingerichtet.

Für ein größeres Fahrzeug war die bisherige Durchfahrt stets ein Nadelöhr. Dabei ging es nicht nur um die regelmäßigen und notwendigen Öllieferungen, sondern auch um Sicherheit – denn ein großes Feuerwehrauto scheiterte an der Durchfahrt des engen, verwinkelten Durchlasses. Die Situation wurde für die Bewohner immer untragbarer. Immerhin sind auch die Gebäude in die Jahre gekommen. Und die Sanierung ei-nes Hauses wurde durch die Engstelle zu einem fast un-lösbaren logistischen Problem.

„Wir sind froh, dass jetzt alles angelaufen ist“, sagt der Roppener Dorfchef Ingo Mayr. Die Baufirma hat die südliche Rampe bereits gut ausgeschremmt. Die neue, breitere Zufahrt zeichnet sich schon ab. Durchgepresst wird die neue Verbindung während der Arlbergbahn-Sperre vom 19. bis 25. Juni. Der Verkehr von und in die vom Bahndamm abgeschnittene Siedlung erfolgt über den eingerichteten Notweg nördlich der Gleise.

Mayrs Vize Günter Neururer hatte die Verhandlungen mit den bäuerlichen Grundbesitzern entlang des Notweges erfolgreich geführt. Im März wurde mit dem Bau begonnen. Schon früher war dieser Weg als mögliche Variante angedacht gewesen, allerdings gab es damals keine Einigung mit den Grundbesitzern. Die Verbindung bleibt für Landwirte und ÖBB künftig erhalten. (pascal)


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