WSG-Coach Silberberger nach Sieg über Salzburg: "Hat uns niemand zugetraut"

Die Wattener liegen nach dem ersten Sieg über die "Bullen" zwar immer noch an sechster Stelle der Bundesliga-Meistergruppe, aber auf Platz vier fehlen nur zwei Punkte.

  • Artikel
  • Video
  • Diskussion
Ausgelassener Jubel bei WSG-Trainer Thomas Silberberger und seinen Spielern.
© EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Innsbruck - Ein dreifaches "Zicke zacke zicke zacke - hoi hoi hoi!" schallte gestern nach Spielende aus der WSG-Kabine im Tivoli. Goalie Benjamin Ozegovic, der den verletzten Stammtormann Ferdinand Oswald bestens vertrat, stimmte an, alle Spieler und Betreuer jubelten mit. Nach dem sensationellen 3:2-Sieg über Meister Red Bull Salzburg gab es bei den Wattenern kein Halten mehr.

Coach Thomas Silberberger schwelgte nach dem zweiten Sieg in der Meistergruppe in Glückseligkeit. "Wir haben mit offenem Visier gespielt, in keiner Phase ein Defensivkonzept geschnürt und eigentlich zwei extrem billige Tore bekommen. Wir haben immer an uns geglaubt und sind minütlich sicherer geworden. Du musst erst einmal so einen Auftritt gegen Salzburg hinlegen. Zugetraut hat uns das in Wirklichkeit niemand", meinte der Tiroler mit Stolz.

🔗>>> Sensationell! Die WSG Tirol gewinnt mit 3:2 gegen Meister Salzburg

Trotz der Ausfälle von Zlatko Dedic und Goalie Ferdinand Oswald sah Silberberger eine engagierte Vorstellung seiner Truppe, die ihn regelrecht "begeisterte".

🎥 I Die Highlights des Spiels WSG Tirol - Red Bull Salzburg

Salzburg-Coach Jesse Marsch, der auf leichte Rotation in seinem Team setzte, zeigte sich enttäuscht: "Wir waren zu locker. Die ganze Mannschaft war nicht scharf, war nicht bereit. Und Wattens hat mit viel Leidenschaft gespielt", versuchte er sich an einer Erklärung. Dabei hatte er vor der Partie noch gewarnt: "Wenn wir nicht unsere Topleistung bringen, werden wir richtig Ärger bekommen."

⚽ Bundesliga, 26. Spieltag

Meistergruppe, Mittwoch

WSG Tirol - Red Bull Salzburg 3:2 (1:1)

  • Tore: Baden Frederiksen (29./76.), Smitz (89.) bzw. Mwepu (12.), Aaronson (58.)

Sturm Graz - WAC 0:1 (0:0)

  • Tor: Liendl (90./Foul-Elfmeter)

LASK - SK Rapid Wien 1:1 (0:0)

  • Tore: Goiginger (63.) bzw. Knasmüllner (71.)

Qualifikationsgruppe, Dienstag

  • Hartberg - SKN St. Pölten 0:0
  • Altach - Admira 0:1 (0:0)
  • Austria - Ried 2:2 (1:1)

Dafür sorgten Nikolai Baden Frederiksen mit seinem Doppelpack (29., 76.) sowie Renny Smith kurz vor dem Ende (89.). Denn Salzburg konnte trotz der jeweiligen Führung durch Enock Mwepu (12.) und Aaronson (58.) nicht richtig überzeugen, vergab in seiner besten Phase in den ersten 20 Minuten zu viele Möglichkeiten und ließ den ambitionierten "Kristallkickern" schließlich auch zu viel Raum bei Offensivaktionen. "Wir haben nicht gut genug in unserem Abwehrdrittel verteidigt", stellte Marsch fest, lobte aber auch den Gegner: "Ich habe viel Respekt vor Wattens. Sie sind mutig, mit ein bisschen Risiko hinten, aber auch gefährlich."

Die WSG hat nach dem überraschenden Sieg wieder Platz vier in Reichweite. Auf den fünftplatzierten WAC fehlt nur ein Zähler, auf den Vierten Sturm Graz sind es zwei Punkte. Silberberger versuchte aber, vor dem Doppel gegen Rapid allzugroße Euphorie zu dämpfen. "Jetzt ist es wieder gefährlich, dass wir eine Leistung bringen wie gegen Sturm", erinnerte er. Am 4. April war man mit einem 2:0 in die Meistergruppe gestartet, eine Woche später gab es den 2:3-Dämpfer gegen die Grazer.

📊 Die aktuelle Tabelle der Bundesliga:


Kommentieren


Schlagworte