Neues Abfallzentrum in Lienz macht Fortschritte

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Das Lienzer Altstoffzentrum soll übersiedeln.

Von Catharina Oblasser

Lienz – Das Altstoffsammelzentrum der Stadt Lienz beim Bahnhof ist zu klein geworden. Das umso mehr, als der Bahnhof zu einem großen Mobilitätszentrum umgebaut wird. Deshalb plant die Stadt eine neue, größere Anlage im Ortsteil Peggetz. Dort soll es möglich sein, mit dem Pkw direkt bis zur Mulde zu fahren. Sie soll täglich (außer an Sonn- und Feiertagen) geöffnet sein. Die geschätzten Kosten betragen 3,8 bis 4 Millionen Euro.

Im Mittelpunkt steht die sortenreine Trennung, sodass Wertstoffe aus dem Müll gewonnen werden können. Deshalb trägt das Projekt den Arbeitstitel „Ressourcenhof“.

Corona hat die Planung zwar etwas eingebremst, aber nicht zum Stillstand gebracht, erklärt die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. „Zurzeit müssen wir überlegen, welches formale Konstrukt bzw. welche Gesellschaftsform wir in diesem Zusammenhang errichten sollen. Das besprechen wir gerade mit dem Abfallwirtschaftsverband Osttirol.“

Sinnvoll wäre es nämlich, das neue Sammelzentrum nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu errichten, sondern auch für die anderen Gemeinden des Lienzer Talbodens. Ein gemeinsames Projekt mehrerer Kommunen bringt auch höhere Förderungen. „Einige der Umlandgemeinden haben schon ihr Interesse bekundet“, sagt Blanik.

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Der Abfallwirtschaftsverband hat bereits vor drei Jahren versucht, einen großen Recylinghof für alle 33 Osttiroler Gemeinden zu installieren. Das scheiterte, da nicht alle mitmachen wollten. Nun wird versucht, zumindest die 14 Talbodengemeinden in ein Boot zu holen.


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