Verdienter Sieg beim Feuerwerk im Tivoli: Wacker jetzt in der „Pole Position"

Jetzt hat der FC Wacker den angepeilten Aufstieg in eigener Hand – durch den 2:0-Heimsieg im Schlager der zweiten Liga gegen Austria Klagenfurt am Freitag liegen die Tiroler auf dem vierten Tabellenplatz. „Das war eine Topleistung", resümierte Wacker-Trainer Daniel Bierofka.

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Nach Hupfauf-Flanke verwertete Fabio Viteritti gekonnt zur frühen 1:0-Führung.
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Innsbruck – Jetzt hat der FC Wacker den angepeilten Aufstieg in eigener Hand – durch den 2:0-Heimsieg im Schlager der zweiten Liga gegen Austria Klagenfurt am Freitag liegen die Tiroler auf dem vierten Tabellenplatz. Bleibt es so, dann würden die Innsbrucker in der Relegation auf den Letzten der Bundesliga-Qualifikations-Gruppe treffen. Die Schlagzeilen des Spiels schrieben nicht nur die Torschützen Fabio Viteritti und Lukas Fridrikas sondern auch eine lange Unterbrechung wegen eines Löscheinsatzes der Feuerwehr im Stadion.

📽️ Video | Dachbrand bei Wacker-Spiel

„Mit offenem Visier und voll auf Sieg“, gab FCW-Coach Daniel Bierofka seiner Mannschaft mit auf den Weg. Die Tiroler setzten die Vorgabe des Trainers gut um, überzeugten von Beginn an mit einem aggressiven und offensiven Auftritt. Nachdem Markus Pink mit einem Kopfball (16.) erstmals im Wacker-Strafraum auftauchte, antworteten die Hausherren prompt mit der 1:0-Führung. Lukas Hupfaufs gefühlvolle Flanke verwertete Fabio Viteritti technisch perfekt zu seinem siebten Saisontreffer.

Unterbrechung wegen Brand durch Feuerwerkskörper

Sehenswert dann auch die 2:0-Führung – einen weiten Abschlag von Tormann Marco Knaller leitete Ronivaldo ideal auf Lukas Fridrikas, der spektakulär mit einem scharfen Schuss ins rechte Eck abschloss. Es lief alles nach schwarzgrünem Plan, doch dann mischten sich sogenannte Fans ins Geschehen. Feuerwerkskörper wurden von außerhalb ins Stadion abgefeuert. Völlig bescheuert und gefährlich. Zudem fingen Vogelnester und Kunststoffteile eines Lautsprechers unter dem Stadiondach Feuer. Ein Abbruch stand im Raum. Das Spiel wurde knapp 20 Minuten unterbrochen, weil die Feuerwehr zum Löschen ins Stadion einrücken musste. Eine kuriose Situation, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Die erste Halbzeit wurde erst nach über einer Stunde abgepfiffen.

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So sehen Sieger aus – mit einem 2:0-Sieg über Klagenfurt nimmt vorerst der FC Wacker den Relegationsplatz in Liga zwei ein.
© EXPA/Adelsberger

Unmittelbar nach dem Wechsel wurde ein Kopfball-Tor von Patrick Greil wegen Abseits aberkannt. So wie meisten – mit einer Führung im Rücken beginnt das Zittern. In der 57. Minute war erneut Greil zur Stelle, doch Knaller parierte die Direktabnahme des Kärntners souverän. Damit war die heikelste Phase des Spiels überstanden. Ronvilado (63.) hatte sogar das 3:0 am Fuß, ein Jamnig-Tor (73.) wurde zu unrecht wegen Abseits aberkannt, am Ende blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg des FC Wacker.

Vierter Sieg in Serie vielleicht der entscheidende

Wacker steht nun zum erst fünften Mal in dieser Saison in der Tabelle besser da als die Kärntner, denen plötzlich ein Zähler auf den Rivalen fehlt. Der vierte Sieg der Tiroler in Folge könnte nun der entscheidende gewesen sein. „Der Sieg ist total wichtig für uns und unser Selbstvertrauen“, betonte Torschütze Fabio Viteritti. Genauso wichtig war auch Tormann Marco Knaller, der mit einigen Paraden aufzeigen konnte. „Dafür bin ich ja da“, sagte der Ex-Deutschland-Legionär nach einem „klar verdienten“ Sieg.

Die Formkurve der Tiroler zeigt nach oben. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, sie ist mit einem unheimlichen Selbstverständnis aufgetreten, hat die Tore toll herausgespielt. Das war eine Topleistung“, resümierte Wacker-Trainer Daniel Bierofka. Die Entwicklung seines Teams könne sich sehen lassen. „Wir sind jetzt vor Klagenfurt, dürfen aber nicht lockerlassen und müssen durchbeißen“, so Bierofka. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. „Wir haben noch richtig schwere Spiele und ich glaube nicht, dass Klagenfurt noch viele Punkte liegen lassen wird“, vermutete der 42-Jährige.

„Auf uns warten fünf Finalspiele, das ist was Geiles“

Die Tiroler treffen noch auf Rapid II (auswärts), den GAK (heim), Lafnitz (a), Vorwärts Steyr (a) und die Juniors OÖ (h). „Es ist noch nichts entschieden. Auf uns warten fünf Finalspiele, das ist was Geiles“, verlautete Knaller. Die Klagenfurter spielen noch gegen Lustenau (a), die Juniors OÖ (h), Liefering (a), Horn (h) und Rapid II (a).

Dadurch ist im Duell zweier deutscher Investoren der Hamburger Matthias Siems aktuell in der besseren Position. Der Chairman der Taru-Group hat sich vergangene Woche erstmals gegenüber diversen Medien in die Karten blicken lassen. Wacker solle mittelfristig ein solider Bundesliga-Club sein, der nicht in Gefahr sei, wieder abzusteigen und vielleicht auch mal höher spiele. „Das ist das Ziel. In den nächsten vier bis sechs Jahren“, so Siems. Dieses Jahr ist der Aufstieg aus dessen Sicht keine Pflicht. „Wenn es so ist: dann toll. Ich bin mit der Arbeit zufrieden und sicher keiner, der die Pistole auf die Brust setzt.“ (w.m./TT, APA)

Ergebnisse 25. Runde

Young Violets Austria Wien - SKU Amstetten 1:1 (0:1)

SV Horn - Blau Weiß Linz 1:2 (0:1)

FAC Wien - Austria Lustenau 1:0 (0:0)

GAK - Rapid Wien II 1:1 (0:1)

Kapfenberger SV - FC Liefering 0:3 (0:1)

Wacker Innsbruck - Austria Klagenfurt 2:0 (2:0)

Samstag, 24.04.2021

FC Dornbirn - FC Juniors OÖ 14.30 Uhr

Sonntag, 25.04.2021

Vorwärts Steyr - SV Lafnitz 10.30 Uhr


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