Anrainer protestieren mit „Lärmwelle“ gegen Brenner-Nordzulauf

Mit Töpfen, Trillerpfeifen, Trompeten, Kuhglocken und anderen „Instrumenten“ wollten Anrainer in Bayern einen Vorgeschmack auf den Krach künftig durch die Landschaft rollender Güterzüge geben. Die Polizei sprach von gut 2500 Teilnehmern.

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Visualisierung des Nordportals des Tunnels "Laiming", der 13 Kilometer lang werden soll. Bei Niederaudorf erfolgt die Verknüpfung des 54 Kilometer langen Nordzulaufs mit der Unterinntalbahn.
© Deutsche Bahn

Rosenheim – Mit einer „Lärmwelle“ haben am Samstag Bürgerinitiativen gegen den geplanten Neubau einer zweigleisigen Bahntrasse durch das bayerische Inntal protestiert. Mit Töpfen, Trillerpfeifen, Trompeten, Kuhglocken und anderen „Instrumenten“ wollten die Anrainer einen Vorgeschmack auf den Krach künftig durch die Landschaft rollender Güterzüge geben. Laut Organisatoren beteiligten sich zwischen 4500 und 5000 Menschen an dem Protest, die Polizei sprach von gut 2500 Teilnehmern.

„Es ist sehr viel Krach“, sagte einer der Veranstalter. Die Lärmwelle ist eine Reaktion auf die Mitteilung der Bahn, die neuen Gleise des sogenannten Brenner-Nordzulaufs östlich von Rosenheim und Inn verlaufen zu lassen. Mit 60 Prozent Tunnel-Anteil auf 54 Kilometern ist es die aufwendigste der zuletzt vier Varianten. Der sogenannte Brenner-Nordzulauf soll die Kapazitäten zum künftigen Brenner-Basistunnel erhöhen, an dem in Italien und Österreich gebaut wird.

Bürgerinitiativen lehnen einen Neubau ab. Bereits Mittags waren Teilnehmer in einem Traktor- und Auto-Korso zu Orten entlang des Trassenverlaufs gestartet, um an der Aktion teilzunehmen. (APA/dpa)


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