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Die NEOS: Keine Baustellen bei der kleinsten Partei

In der heimischen Parteienlandschaft geht es derzeit rund. Nur die NEOS arbeiten routiniert vor sich hin. Der Versuch einer Analyse.

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NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger „hat den Laden im Griff“, konstatiert die Politologin Katrin Praprotnik. Die Ära Strolz scheint gefühlt schon ewig her.
© APA/Schlager

Von Carmen Baumgartner

Wien – Die österreichische Innenpolitik war schon einmal ereignisärmer. Da ist zum einen die Pandemie, die alles zu bestimmen scheint und alle politischen Akteure, ob Regierung oder Opposition, auf Trab hält. Aber zusätzlich hat auch noch jede Partei ihre eigenen mehr oder weniger großen Baustellen zu beackern.

Bei der ÖVP sind das nach dem Dauer-Höhenflug von Kanzler Sebastian Kurz die hochnotpeinlichen Chat-Protokolle rund um Kurz, Finanzminister Gernot Blümel und ÖBAG-Chef Thomas Schmid, die hart am Image des „neuen Stils“ kratzen. Der grüne Koalitionspartner hatte nicht nur den Posten des Gesundheitsministers neu zu besetzen und zu verarbeiten, sondern muss auch bei den Themen Migration und Justiz schauen, dass er nicht unter die türkisen Räder kommt. Die SPÖ bewegt sich trotz einer Epidemiologin an der Parteispitze nicht wirklich vom Fleck und hat mit dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil außerdem einen Quertreiber in den eigenen Reihen. Die Freiheitlichen? Üben sich wieder einmal in Flügelkämpfen und Brachialopposition.


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