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Mikrochips: Kleine Kunst mit großem Gefahrenpotenzial

Wir sind umgeben von nanometerkleinen Kunstwerken. Doch die Mikrochips, die großteils in Taiwan entstehen, dienen nicht nur dem Alltags-Luxus, sondern werden auch als Druckmittel eingesetzt.

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In den winzigen kleinen Chips steckt nicht nur viel Technik, die Herstellung verbraucht auch viel Wasser.
© iStock

Von Judith Sam

Was haben Elektroautos, Kühlschränke, Smartphones und Kampfjets gemeinsam? „Viele von ihnen würden ohne Mikrochips nicht funktionieren. Braucht Apple etwa ultraschnelle Siliziumchips, wendet die Firma sich an den größten Auftragsfertiger der Welt – das taiwanesische Unternehmen TSMC“, sagt Jan-Peter Kleinhans. Laut dem Experten der Stiftung „Neue Verantwortung“, einem Think Tank für die Gesellschaft im technologischen Wandel, hat die „Taiwan Semiconductor Manufacturing Company“ einen Marktanteil von rund 60 Prozent und nahm 2020 knapp 46 Milliarden Dollar ein: „Der nächstgrößte Auftragsfertiger ist Samsung, mit 20 Prozent.“

VW muss Produktion bremsen

Die ganze Welt profitiert von den Produkten aus Taiwan. Doch wie immer, wenn viel Wissen und Technik fokussiert sind, geht damit eine gewisse Gefahr einher. So musste VW unlängst seine Produktion bremsen, weil es zu Lieferengpässen bei TSMC kam. Als Folge der Pandemie hatten Automobilhersteller Anfang 2020 ihre Produktion heruntergefahren und TSMC die vereinbarte Liefermenge nicht abgenommen.


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