Instagram lässt Direktnachrichten mit Hassrede-Suchwörtern aussieben

Die Nachrichtenanfragen, die entsprechende Worte, Sätze oder Emojis enthalten, landen in einem separaten Ordner und können ungelesen zur Prüfung gemeldet werden.

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Menlo Park – Instagram gibt Nutzern neue Möglichkeiten, sich vor Direktnachrichten Unbekannter mit Hassrede und Beleidigungen zu schützen. Sie können künftig eine Liste mit Worten, Sätzen und Emojis anlegen, die herausgefiltert werden sollen. Nachrichtenanfragen, die sie enthalten, landen dadurch in einem separaten Ordner. Die Anfragen können von dort aus auch ungelesen zur Prüfung gemeldet werden, sagte Instagram-Manager Alexander Kleist zur Vorstellung der neuen Funktion am Mittwoch.

Beleidigende Nachrichten kämen meist von Personen, mit denen man nicht direkt verbunden ist, erläuterte Kleist. Für prominente Nutzer gab es bereits die Möglichkeit, Nachrichtenanfragen von Unbekannten ganz zu sperren. Viele wollten es sich jedoch offenhalten, von allen angeschrieben werden zu können. Mit der neuen Funktion versucht Instagram nun, dafür einen sichereren Weg zu bieten. Ähnliche Funktionen könnten mit der Zeit auch auf der Plattform der Instagram-Mutter Facebook folgen.

Vorgefertigte Liste oder persönliche Sammlung

Statt eine eigene Liste anzulegen, können Nutzer zunächst auch auf eine von Instagram vorgefertigte Sammlung zurückgreifen. Die Möglichkeit, eine persönliche Liste zu erstellen, sei aber unter anderem nötig, weil Menschen unterschiedliche Begriffe als beleidigend empfinden könnten oder einfach nur mit bestimmten Worten nicht konfrontiert werden wollten.

Instagram und Facebook nutzen eigentlich Software, um Beiträge mit Hassrede und Beleidigungen möglichst automatisiert herauszufiltern. Doch auf die Direktnachrichten haben diese Systeme keinen Zugriff.

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Instagram will es bereits blockierten Personen zudem erschweren, von einem neuen Account aus erneut Kontakt aufzunehmen. Dazu, wie genau sie dabei identifiziert werden sollen, nennt Instagram keine Details - damit es nicht einfacher werde, die Maßnahmen zu umgehen. (APA/dpa)


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