0:4-Pleite gegen Rapid! WSG Tirol bricht in der Schlussphase auseinander

Für die Wattener gab es beim Rekordmeister in Hütteldorf nichts zu holen. Die Silberberger-Elf kassierte drei Gegentore in den letzten zehn Spielminuten.

  • Artikel
  • Diskussion
WSG-Angreifer Nikolai Baden Frederiksen blieb in Wien ohne Treffer.
© GEPA pictures/ Mario Kneisl

Wien - Die WSG Tirol ist nach dem 3:2-Sieg gegen Salbzburg am vergangenen Mittwoch wieder auf dem Boden der Bundesliga-Realität gelandet. Die Wattener mussten sich in Hütteldorf mit 0:4 (0:1) geschlagen geben, Raffael Behounek per Eigentor (21.), Yusuf Demir (81., 84.) und Ercan Kara (86.) sorgten für die Treffer der Rapidler. Die WSG bleibt damit in der Meistergruppe auf dem sechsten Platz.

Zum Spielverlauf: Die erste Chance des Spiels fanden die Gäste vor. Nikolai Baden Frederiksen tauchte nach Pass von David Gugganig allein vor Richard Strebinger auf, sein Schuss von der Sechzehnergrenze wurde vom Rapid-Goalie entschärft (5.). Es folgte eine Phase der Fadesse, ehe Rapid kurzzeitig den Druck erhöhte. In der 20. Minute reklamierten die Hausherren vergeblich Elfmeter, nachdem der Ball an der Hand von Thanos Petsos gelandet war.

Wenige Sekunden später spielte Christoph Knasmüllner einen sehenswerten Direktpass auf Kara. Der ÖFB-Teamstürmer ließ Gugganig mühelos stehen, seinen auf Kelvin Arase gedachten Stanglpass beförderte Behounek ins eigene Tor. Kara hätte in der 26. Minute fast auf 2:0 gestellt, sein Kopfball nach einem abgefälschten Schuss von Maximilian Ullmann flog jedoch über die Latte.

Danach ließ das Tempo wieder nach. Rapid hatte das Geschehen unter Kontrolle, ließ vor der Pause lediglich einen harmlosen, von Strebinger gehaltenen Schuss durch Baden Frederksen zu (31.) und wurde noch einmal durch Kara gefährlich. Dessen Schuss landete in den Armen von WSG-Schlussmann Benjamin Ozegovic (41.).

E-Bike und 10 x € 300,- Sportgutscheine gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren. Der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Die zweite Hälfte begann mit einem klaren Fehlschuss von Knasmüllner aus guter Position (48.), danach passierte elf Minuten lang nichts, bis Ozegovic bei einem Schuss von Dejan Ljubicic zupacken musste. Schon war der nächste Leerlauf angesagt, erst im Finish nahm das Match wieder an Fahrt auf.

⚽ Bundesliga, 27. Spieltag

Meistergruppe (Sonntag)

SK Rapid Wien - WSG Swarovski 4:0 (1:0)

  • Tore: Behounek (21./Eigentor), Demir (81./84.), Kara (86.)

RZ Pellets WAC - Red Bull Salzburg 1:2 (1:1)

  • Tore: Joveljic (29.) bzw. Daka (13.), Berisha (48.)

SK Puntigamer Sturm Graz - 3:1 (2:0)

  • Tore: Renner (28./Eigentor), Jantscher (45.+1), Yeboah (54./Foulelfmeter), Potzmann (87.)

Qualifikationsgruppe (Samstag)

SV Ried - SKN St. Pölten 2:1 (0:0)

  • Tore: 1:0 (51.) Bajic, 1:1 (62.) Luan, 2:1 (70.) Ziegl

SCR Altach - TSV Hartberg 2:2 (2:1)

  • Tore: 0:1 (15.) Chabbi, 1:1 (22.) Maderner, 2:1 (26.) Oum Gouet, 2:2 (65.) Flecker

FC Admira - Austria Wien 0:2 (0:1)

  • Tore: 0:1 (45.+1) Wimmer, 0:2 (88.) Demaku

Zunächst verstolperte Knasmüllner einen Sitzer (75.), dann sorgte Demir für die Entscheidung. Das Ausnahmetalent, wieder einmal erst im Finish eingewechselt, traf in der 81. Minute mit einem überlegten Innenrist-Schuss und in der 84. im Nachsetzen nach einer von Taxiarchis Fountas vergebenen Chance. Das Tor zum Endstand blieb Kara vorbehalten, der Angreifer netzte per Fersler ins kurze Eck ein (86.).

Reaktionen zum Spiel

Thomas Silberberger (WSG-Tirol-Trainer): "Das Ergebnis ist desaströs für uns, extrem hoch, vielleicht eine Spur zu hoch. Aber nach dem 0:2 sind alle Dämme gebrochen, das darf so nicht passieren. Unser Auftritt war lieb, nett, brav, das ist in der Meistergruppe zu wenig. Wir waren nicht so fokussiert wie am Mittwoch gegen Salzburg, deshalb hat Rapid verdient gewonnen. So auseinanderzubrechen, da müssen wir schon noch darüber reden. Wir haben einen dünnen Kader, nicht den einer Top-Sechs-Mannschaft. Bei Rapid verdient der Busfahrer mehr als unsere Kaderspieler. Zwischen Überheblichkeit und Selbstvertrauen ist eine schwimmende Grenze, da sind heute ein paar drübergeschwappt."

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Das Spiel hat nicht gut begonnen für uns mit der Chance für WSG, das war aber auch ihre letzte Chance. Unser 1:0 hat uns ein bisschen Ruhe gebracht. In der zweiten Hälfte waren wir stabil in der Defensive, durch die Einwechslungen haben wir uns auf die Siegerstraße gebracht. Drei Punkte, da kann man sich etwas zurücklehnen. Am Mittwoch wird es ein ähnlich schweres Spiel."

Damit gelang Rapid der erste Sieg in dieser Saison über die WSG, zudem wurde Rang zwei erfolgreich verteidigt. Die Wattener konnten nicht an ihre starke Leistung beim 3:2 über Salzburg anschließen und sind in der Meistergruppe weiterhin Sechster und Letzter. Gelegenheit zur Revanche haben die Tiroler bereits am Mittwoch, wenn es in Innsbruck wieder gegen Rapid geht. (TT.com/APA)

⚽️⏱ Ticker-Nachlese: Rapid Wien - WSG Tirol


Kommentieren


Schlagworte