Österreich präsentiert sich bei Expo mit Slogan "Austria makes sense"

Der Österreich-Pavillon setzt vor allem auf den kreativen Einsatz der Digitalisierung, die erst durch die Realisierung österreichischer High-tech-Lösungen möglich wurde, teilten die Wirtschaftskammer (WKÖ) und das Wirtschaftsministerium mit.

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Die Weltausstellung wurde ein Jahr verschoben, trägt aber noch ihren alten Namen.
© APA (dpa/gms/Andreas Drouve)

Wien/Dubai – Obwohl bereits 2021 geschrieben wird, rückt die Expo 2020 näher. Denn die Ausstellung, die im Herbst in Dubai stattfindet, ist wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden, behält aber ihren ursprünglichen Namen. Heuer sollte es klappen. Rund 100 österreichische Firmen scharren in den Startlöchern, um sich und die Unternehmen der Alpenrepublik unter dem Motto "Austria makes sense" ("Österreich macht Sinn") zu beteiligen. Es gibt aber auch Aufträge im Vorfeld.

Der österreichische Beitrag soll ein ganzheitliches Konzept zeigen, dessen Ziel es ist, mit traditioneller Bautechnik – inspiriert von arabischen Windtürmen – Mensch, Technologie und Umwelt eindrucksvoll zu verbinden. "Durch den kreativen Einsatz der Digitalisierung und österreichischer High-Tech-Lösungen wird das Publikum zu einer Reise eingeladen, die in der Tradition beginnt und in der Zukunft endet", erläutert Wirtschafts- und Standortministerin Margarete Schramböck (ÖVP). "Bei der Expo in Dubai, insbesondere im Österreich-Pavillon, präsentieren wir zukunftsweisende Produkte und Dienstleistungen aus Österreich vor einem internationalen Publikum und positionieren unsere Unternehmen noch stärker in der Region", sagt Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Heimische Firmen präsentieren sich nur bei der Expo. Einige haben auch Aufträge im Rahmen der Expo lukriert und wirken an verschiedenen Pavillons anderer Länder mit.

Mit dabei ist etwa der Bauriese Porr. Das Unternehmen realisierte für die Dubai Municipality gemeinsam mit Belhasa Six Construct das "Deep Tunnel Storm Water System"-Projekt. Mit diesem Infrastrukturprojekt gelang der Firma der Markteintritt in die Vereinigten Arabischen Emirate. "Dubai ist einer der zentralen Orte für den arabischen Wirtschaftsraum. Unsere langjährige Erfahrung mit hochtechnologischen Pionierprojekten und unser hervorragender internationaler Ruf bei der Umsetzung komplexer Großprojekte im Infrastrukturbereich waren ausschlaggebend für die Beauftragung", sagt Porr-Chef Karl-Heinz Strauss.

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Kreativer Einsatz von Digitalisierung

Ebenfalls auf der Expo 2020 in Dubai tätig ist das Stahlbau-Unternehmen Unger. Das Familienunternehmen aus Oberwart im Burgenland zeichnet für die Gestaltung von vier Eingangspavillons auf der Expo verantwortlich.

Dazu kommen weitere Holzbaufirmen. So beliefert etwa der niederösterreichische Betrieb Rubner Holzbau den Oman für seinen Pavillon mit Holzbauteilen. Tilly aus Althofen in Kärnten liefert dem Schweden-Pavillon Tischler- und Dreischichtplatten aus Naturholz. Die Raintime GmbH aus Niederösterreich präsentiert ihre Nebeltechnik und wird den Österreich-Pavillon im heißen Dubai kühlen.

Der Österreich-Pavillon setzt vor allem auf den kreativen Einsatz der Digitalisierung, die erst durch die Realisierung österreichischer High-tech-Lösungen möglich wurde, teilten die Wirtschaftskammer (WKÖ) und das Wirtschaftsministerium weiters mit. Das Architektur-Büro querkraft realisiert einen Pavillon, der die Vorzüge traditioneller Architektur mit innovativen Bauweisen verbindet. Die Ausstellung wird von Ars Electronica Solutions und büro wien kuratiert, insgesamt sind rund 100 österreichische Unternehmen an der Expo beteiligt.

Zum ersten Mal in der 170-jährigen Geschichte der Weltausstellung findet eine Expo in einem arabischen Land statt. Es präsentieren sich 190 Länder und Organisationen. Die Expo 2020 beginnt am 1. Oktober heuer und endet am 31. März 2022. (APA)


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