Von großen Abenteuern erzählen: Online-Fortbildungen für Eltern in Lienz

Das Eltern-Kind-Zentrum Lienz bietet Fortbildungen für Eltern auch online an.

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Roswitha Girstmair kann Kindern Bilderbücher aus ihrem reichen Fundus anbieten und staunt, was die Kleinen zu berichten haben.
© Roswitha Girstmair

Von Christoph Blassnig

Lienz – Gemeinsam mit Kleinkindern bis zum Lesealter kann man mit Hilfe von Bilderbüchern Zuwendung, Beziehung, Spaß und Freude in den Alltag zu holen. „Die Themen Corona, Ansteckung und Impfen beschäftigen schon die Jüngsten, auch wenn sie nur die Gespräche der Erwachsenen mithören“, sagt Roswitha Girstmair, die als Lehrerin in ihre Berufslaufbahn gestartet ist und inzwischen als Tagesmutter ihre Berufung zum Beruf gemacht hat. „Beim Bilderbuchschauen widme ich mich ganz dem Kind, der Geschichte, und – ebenso wesentlich – auch mir selbst“, meint die Pädagogin. Auch die Mama oder der Papa selbst würden sich etwas Gutes tun, wenn sie täglich fünf bis zehn Minuten des Geschichtenerzählens in ihren Alltag einbauen würden. „Man kommt selbst zur Ruhe, schafft für sich und sein Kind eine Wohlfühlatmosphäre und darf staunen darüber, was die Kleinen zu erzählen haben. Man muss ihnen eigentlich nur zuhören, schon bereichern die Zwerge das eigene Denken und regen sogar zum Philosophieren an.“

Seit dem Vorjahr bietet das Eltern-Kind-Zentrum in Lienz Eltern die Möglichkeit, einmal im Monat über das Internet an Fortbildungen teilzunehmen. Roswitha Girstmair hält ein solches Eltern-Online-Webinar zum Thema „Faszination Vorlesen“ am Montag, 3. Mai, um 20.15 Uhr. Der Einstieg in den virtuellen Raum ist ab 20 Uhr unter der Adresse https://dioezeseinnsbruck.my.webex.com/join/kbw möglich. Die Teilnahme ist für alle Interessierten kostenlos.

„Wir haben die Not zur Tugend gemacht und nutzen die Technik, um Eltern zu erreichen“, berichtet die Tagesmutter. Das Online-Format biete auch den Vorteil, dass Mama und Papa zur Teilnahme an Fortbildungen nicht mehr aus dem Haus müssten. „Wer eine Anregung oder eine Frage hat, kann diese im Chat stellen.“ Das Angebot habe sich bewährt. Längst nehmen nicht mehr nur Leute aus dem Bezirk teil.

„Ich kämpfe für das klassische Bilderbuch, weil es die Phantasie und die Kreativität anregt“, sagt Girstmair. Von einer möglichst frühen Sprachförderung würden die Kinder jedenfalls profitieren.

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