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Bescheid der Gesundheitskasse sorgt für Wirbel am Berg

Ein Bergführer führte für einen Verein einige Wochenkurse durch. Die ÖGK ortet darin ein Dienstverhältnis statt eines Werkvertrags. Der Anwalt des Vereins warnt vor den Folgen.

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Selbstständige Bergführer oder Dienstnehmer? Der Anwalt des Bergvereins will diese Frage vor Gericht klären.
© iStock

Von Max Strozzi

Innsbruck – Werkvertrag oder Dienstvertrag? Ein Bescheid der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) könnte auf den Bergen für Aufruhr sorgen. In einem konkreten Fall hat die ÖGK laut Bescheid entschieden, dass ein Tiroler Bergführer, der für den niederländischen Bergsportverein NKBV in Tirol wochenweise einige Alpinkurse abhielt, für diesen Zeitraum als Dienstnehmer des Bergsportvereins einzustufen ist. Damit unterliegt er der ASVG-Vollversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung. Diese Entscheidung der ÖGK berge enormen Zündstoff, warnt der auf Bergsport- und Skirecht spezialisierte Imster Anwalt Stephan Wijnkamp, der in dieser Causa die niederländische Bergsportvereinigung NKBV vertritt: „Die Einschätzung der ÖGK würde eine Trendwende bedeuten und weitreichende Folgen für alle Alpenvereine, Bergsportschulen oder Bergführerstellen, die derartige Tätigkeiten ausüben, haben, auch für den Österreichischen Alpenverein.“


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