Rewe plant Adeg-Kaufmannsmodell auch für Billa

Bestehende Billa-Filialen oder neue Standorte könnten von selbstständigen Kaufleuten geführt werden. Bis 2024 will der Rewe-Österreich-Chef rund 100 neue Billa-Filialen in Österreich eröffnen.

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Einzelne Billa-Filialen könnten von selbstständigen Kaufleuten geführt werden.
© BARBARA GINDL

Wien – Nach der Umflaggung von Merkur zu Billa Plus plant der Handelskonzern Rewe einen weiteren Unternehmensumbau in Österreich. Einzelne Billa-Filialen könnten von selbstständigen Kaufleuten geführt werden, ähnlich wie bei der Tochter Adeg. "Das ist nichts in weiter Ferne, lieber früher als später", präzisierte Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti erste Ankündigungen. Adeg werde aber weiter bestehen bleiben.

Als Positivbeispiel führte Haraszti auch das Kaufmannsmodell bei der deutschen Konzernmutter an. Rewe ging aus Einkaufsgenossenschaften von einzelnen Kaufleuten hervor. Rewe Deutschland sei stark gewachsen mit den Kaufleuten. "Man kann sich da einiges gutes absehen", so Haraszti.

In Tirol hat man "noch Potenzial"

Der Rewe-Österreich-Chef will ein mögliches Billa-Kaufmannsmodell gemeinsam mit den Adeg-Kaufleuten absprechen. "Wir schauen gerade, wie und wann das möglich ist. Wenn wir es ausrollen, dann hat es Hand und Fuß", sagte Haraszti. "Ich bin ein totaler Kaufmannsmodell-Fan." Bestehende Billa-Filialen oder neue Standorte könnten von selbstständigen Kaufleuten geführt werden. "Natürlich bleibt immer das Filialsystem erhalten", betonte der Handelsmanager.

Bis 2024 will der Rewe-Österreich-Chef rund 100 neue Billa-Filialen in Österreich eröffnen. In Salzburg sei Billa "nicht ausreichend vertreten", in Tirol habe man "noch Potenzial", Oberösterreich sei "einer der wichtigsten Expansionsgebiete" und in Wien wachse die Bevölkerung stark. "Wir sehen für uns schon noch Platz", sagte Haraszti. (APA)


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