Schröcksnadel wehrt sich gegen Fädenzieher-Vorwürfe im Verband

"Ich will keine Positionen mehr, ich habe keine Intentionen. Wenn ich ausscheide, scheide ich hundertprozentig aus. Ich habe ganz andere Pläne", erklärte der Tiroler.

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Will sich komplett aus dem ÖSV verabschieden: Peter Schröcksnadel.
© Thomas Böhm

Wien - Noch-ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hat sich im "Standard" gegen Vorwürfe gewehrt, er wollte nach seinem Rücktritt im Hintergrund noch die Fäden im Verband ziehen. Die beiden Ex-Weltmeister Renate Götschl und Michael Walchhofer kandidieren, eine Entscheidung über die Bewerbungen soll bei der Wahlausschusssitzung Ende Mai fallen, die Länderkonferenz ist für 19. Juni geplant. Schröcksnadel bevorzugt Götschl, für den Ruhestand hat er andere Pläne als den ÖSV.

"Diese Vorwürfe", die auch von Kritikern innerhalb des Skiverbands kamen, sagte Schröcksnadel der Zeitung, "sind einfach falsch." Die Vorwürfe nämlich, er wolle auch nach seinem offiziellen Abschied über eine Holding oder als Geschäftsführer der ÖSV-Tochtergesellschaften noch Macht ausüben. Dass Schröcksnadel die Steirerin Götschl bevorzugt, ist bekannt. "Warum ich ein Fan von Renate Götschl bin? Der Renate kannst du nichts einreden, du kannst sie nicht steuern, sie ist eine Person, die ihren eigenen Weg geht."

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Er sei noch Geschäftsführer aller vier ÖSV-Töchter, gemeinsam mit ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer, und es gebe bereits eine Holding. "Aber da dürfen nur Kapitalvertreter des ÖSV sitzen. All diese Funktionen erlöschen, wenn ich nicht mehr ÖSV-Präsident bin. Ich will keine Positionen mehr, ich habe keine Intentionen. Wenn ich ausscheide, scheide ich hundertprozentig aus. Ich habe ganz andere Pläne. Ich treibe seit acht Jahren ein großes, vielversprechendes Krebsforschungsprojekt voran. Darum will ich mich noch mehr kümmern. Dort sehe ich meine Zukunft", erklärte Schröcksnadel im "Standard".

In die Kandidatensuche habe er sich eingemischt, weil er gesehen habe, dass diese nicht gut laufe. "Diese Suche wäre die Aufgabe der Landesverbände, aber da ist ihnen nicht viel gelungen, das war das Dilemma. Da war es mein gutes Recht, auch Kandidaten zu suchen. Natürlich hab ich das getan."


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