Skurrile Schwimmnudel-Schlacht: Hunderte „Joshs" prügeln sich um Recht, so zu heißen

Es gibt doch nichts, was es nicht gibt: In den USA etwa gibt es „zu viele" Menschen mit Namen Josh. So jedenfalls sehen das die Joshs selbst – und verabreden sich, den Kampf um das Namensrecht im direkten Duell auszutragen. Wie ein Internetgag zur Schwimmnudel-Schlacht wurde.

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© Stocker Tamara

Lincoln – Die Langeweile im Lockdown hat schon so manchen kreativen Kopf auf den Plan gerufen. Bei Josh Swain aus den USA war das im vergangenen Jahr nicht anders. „Ihr fragt euch bestimmt, warum ich euch hier versammelt habe", schrieb Josh Swain damals in einer Massen-Nachricht an andere Joshs auf Facebook. „Weil wir alle den gleichen Namen haben?", antwortet einer der Namensvetter.

© Screenshot

Die Auflösung ließ nicht lange auf sich warten: „Ganz genau. Am 24.4.2021 treffen wir uns auf den folgenden Koordinaten: 40.8223286, -96.7982002. Wir kämpfen. Wer gewinnt, darf den Namen behalten. Alle anderen müssen eine Namensänderung vornehmen. Ihr habt ein Jahr zur Vorbereitung. Viel Glück."

Was als Witz im Internet begann wurde bald bitterer Ernst – denn der Screenshot des Gruppenchats ging schnell viral. Dass daraus ein Jahr später ein Massenevent im realen Leben entstehen würde, dachte sich Initiator Josh Swain damals nicht. Am vergangenen Wochenende war es schließlich soweit: Aus dem ganzen Land waren Hunderte Joshs nach Nebraska gereist, um den Frust über ihren Allerweltsnamen mit Schwimmnudeln auseinander herauszuprügeln – und den einzig wahren Namensträger unter ihnen zu ermitteln. Die Regeln waren denkbar einfach: Wer mit einer Nudel auf dem Kopf getroffen wurde, war besiegt und musste das Feld räumen.

📽️ Auf Twitter gab es haufenweise Videos:

„Little Josh” gewann den großen Kampf

Für den #JoshFight waren sogar Medienvertreter angereist und auch die Polizei des Nachbarortes bat ihre Hilfe an. Das Event fand auf einem Feld im Freien statt. Mund-Nasen-Schutz zu tragen war Pflicht. Ein paralleles Schere-Stein-Papier-Duell mit einem weiteren Josh Swain um die ultimative Namensherrschaft konnte der Initiator für sich entscheiden. „Ich kann es nicht beschreiben. Mir gehen ungefähr eine Milliarde Gedanken durch den Kopf", rang Josh Swain im Interview mit KMTV 3 News um Worte.

Am Ende konnte es aber nur einen wahren Gewinner geben – und dieser war gerade einmal vier Jahre alt. Lokalmatador Josh Vincent Junior – von seinen Namenskameraden „Little Josh" getauft – erklärte nach seinem Sieg: „Ich habe gegen alle gekämpft!" Er darf also nun für den Rest seines Lebens voller Stolz den Namen Josh tragen.

Und noch etwas Gutes hatte die Jux-Veranstaltung: Es wurden Spenden für ein Kinderkrankenhaus gesammelt. (tst)

📽️ Video | Die Siegesworte des vierjährigen Josh:


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