Fragen an den Champion: Austrofred stellt sein neues Buch vor

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Corona-Zeit genutzt: Austrofred legt sein siebtes Buch vor.
© C. Habbel

Innsbruck – Kann der Rock ’n’ Roll die Welt retten? Nein. Und im Moment gerade nur, weil er nicht stattfindet. Das muss sich auch einer eingestehen, der für die Bühne lebt. Theoretisch ist Austrofred der größte Freddie-Mercury-Impersonator der Nation, praktisch wurde es in der letzten Zeit auch um ihn ruhig. Also legt der 50-Jährige nun statt einer Midlifecrisis ein neues Buch vor. In „Die fitten Jahre sind vorbei“ beantwortet er Fanfragen aus 2019 und 2020.

Klingt simpel, ist es auch. 76 Anliegen fallen auf 200 Seiten an, eingesandt aus Österreich, Deutschland, sogar aus Costa Rica kommen Fragen an die Kunstfigur von Franz Adrian Wenzel. Und Austrofred antwortet souverän, wie er es 2010 schon in seinem Briefwechsel mit Mozart gemacht hatte (mit dem semieleganten Titel „Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben“).

Mozartvergleiche finden sich im neuen (7.!) Buch erneut, auch Verweise auf „Autorenkollegen“ wie Thomas Mann. In ausschweifenden Antworten kommt der Champion vom Hundertsten ins Tausendste, vorbei an pädagogischen Ratschlägen („Kinder können vom Kontakt mit klassischer Rockkunst nur profitieren“), praktischen Alltagstipps (Wie tune ich meine Jogging Highs?) und hochphilosophischen Hirngespinsten (Kapitel: Wiedergeburt). Fix ist: Austrofred zeigt nochmals eine neue Facette. Und die fitten Jahre kommen hoffentlich wieder. (bunt)

Info

Czernin, 200 S., 18 Euro. Buchvorstellung: morgen, 20 Uhr, im Stream unter rabenhof.at


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