Rapid zu Gast im Tivoli: Zeit fürs nächste kleine WSG-Wunder

Die Luft im Meister-Play-off wird für die WSG Tirol immer dünner. Im heutigen Heim-Rückspiel steht die ersatzgeschwächte Silberberger-Truppe gegen Rapid (18.30 Uhr/live TT.com-Ticker) im Tivoli vor einer ganz großen Hürde.

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Zwei Dauerbrenner bei ihren Clubs – WSG-Marathonmann David Gugganig (bislang 2317 Einsatzminuten) will Rapid-Torjäger Ercan Kara (l.) heute an die Leine legen.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Vor der stark ersatzgeschwächten WSG Tirol türmt sich heute erneut Rapid auf. Stammkeeper Ferdl Oswald fehlt ebenso wie der gelbgesperrte Spielmacher in der Innenverteidigung (Raffael Behounek), dazu der verlässliche Turbo in der Rechtsverteidigung (Fabian Koch/Gehirnerschütterung) sowie den Edelroutinier im Sturm (Zlatko Dedic).

Die Ausgangslage hat sich nach der 0:4-Niederlage vom Sonntag fürs Rückspiel nicht gerade verbessert. Vielleicht rückt zumindest Angreifer Tobias Anselm (absolvierte gestern einen Fitnesstest) wieder in den Kader. Cheftrainer Thomas Silberberger ist jede frische Kraft willkommen. Das gilt für den Körper wie für den Geist, denn der WSG-Cheftrainer hält neben einer langen Ausfallsliste fest, dass sich neben Oswald mit David Gugganig (2317 Einsatzminuten), Behounek (2250), David Schnegg (2220), Nemanja Celic (2208), Koch (2136) und Thanos Petsos (2042) auch sechs Feldspieler im Team befinden, die den „2000er“ in dieser Saison schon geknackt haben. Bei Gegner Rapid sind es gerade einmal drei (Barac, Ullmann, Kara) Spieler. Die Gelegenheit zur Rotation fällt den anderen Teams in den englischen Wochen zudem wesentlich leichter.

⚽ Bundesliga, 28. Spieltag

Qualifikationsrunde, Dienstag:

  • FK Austria Wien - FC Admira 0:0
  • SKN St. Pölten - SV Ried 0:0
  • TSV Hartberg - SCR Altach 2:1 (1:1)

Meistergruppe, Mittwoch:

  • WSG Tirol - SK Rapid Wien 18.30 Uhr (live TT.com-Ticker)
  • LASK - Sturm Graz 18.30 Uhr
  • Red Bull Salzburg - WAC 18.30 Uhr

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„Wir brauchen nicht nur körperliche, sondern auch geistige Frische“, weiß Silberberger, dass im vierten schweren Match binnen elf Tagen neben gewonnenen Zweikämpfen auch ein hoher Konzentrationsgrad gefordert ist – und der ging im Finish im Allianz-Stadion leider verloren.

Aber wer hätte vor dieser Saison gedacht, dass die WSG Tirol ins Meister-Play-off stürmt und Siege gegen Salzburg, Rapid, den LASK und WAC feiert? Da waren ganz besondere Gipfelsiege dabei. Und als solcher würde angesichts der besonderen Umstände auch heute ein Sieg/Punktegewinn gegen Rapid gelten. Der Ausfall von Behounek – egal ob für ihn Stefan Hager oder Bruno Soares im Abwehrzentrum ins „kalte Wasser“ geworfen wird – legt den Schluss nahe, dass die Kugel etwas anders rollt. „Wir werden ein bisschen anders aufbauen müssen, aber sicher nicht auf lange Bälle setzen“, bleibt Silberberger der Ausrichtung im 4-4-2-System treu. Was taktisch gespielt wird, müssen ja auch jene, die reinrücken, wissen.

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Die WSG Tirol muss heue ganz tief Luft holen und alles raushauen, um punkten zu können. Danach wartet eine zehntägige Ligapause.

📊 Die aktuelle Tabelle der Bundesliga:


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