„Game of Thrones" goes Uni Innsbruck: Online-Tagung zur Erfolgsserie

Mit einem komplexen Handlungsstrang, fiktiven Kreaturen und unerbittlichen Machtkämpfen hat „Game of Thrones" die Welt erobert. Bei einer Online-Tagung der Universität Innsbruck am 12. Mai untersuchen verschiedene Disziplinen, von den Rechts- über die Kulturwissenschaften bis zur Psychologie, die Serie.

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Beyond the Wall – was steckt hinter dem Phänomen „Game of Thrones"?
© Nikhil Kumar

Innsbruck – Vor zehn Jahren wurde in den USA die erste Folge der Kultserie „Game of Thrones“ ausgestrahlt. Die auf der Buchreihe „A World of Ice and Fire“ von George R. R. Martin basierende Serie hat seither Millionen Fans aus aller Welt begeistert und gilt als die erfolgreichste Serie überhaupt. Eine Tagung an der Universität Innsbruck lädt nun ein, aus Sicht ganz unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen buchstäblich „beyond the wall“, also „jenseits der Mauer" zu blicken – Serienliebhaber kennen sich aus: Das ist der Name der sechsten Folge der siebten Staffel.

Fiktion hin, Fiktion her – mit realen Fragestellungen wird die Serie ins Hier und Jetzt befördert: Kann der mittelalterliche Herrscherhof mitsamt seinen Machtstrukturen ein Vorbild sein? Ist Game of Thrones ein Spiegel unserer Gesellschaft? Und was bedeutet es aus schuldrechtlicher Sicht, wenn „ein Lannister immer seine Schulden begleicht"?

Interdisziplinärer Blick

Die Tagung untersucht die Serie in einem breiten Themenbogen: So befasst sich das erste Panel etwa mit der musik- und kunsthistorischen Perspektive auf die Serie – vom mittelalterlichen Herrscherhof als Vorbild bis hin zur Filmmusik. Die sprach- und kulturwissenschaftliche Sicht bildet das zweite Panel. Hier wird auf die Sprachvarietäten geblickt, die zwar in der englischen Originalversion der Serie sehr wohl eine Rolle spielen, in der deutschen Synchronisation allerdings nicht.

„Game of Thrones“ gibt auch aus staatsrechtlicher Perspektive Stoff für Diskussionen. Römisches Recht und Rechtsgeschichte, Tyrannenmord, Staatslehre und die schuldrechtliche Sicht auf die Serie sind Themen.

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Soziologie und Politikwissenschaft befassen sich mit der „internationalen" Politik, die politischen Beziehungen zwischen den Serienkontinenten Westeros und Essos und der Ästhetik der Macht in der Serie. Den Abschluss bilden Psychologie und Theologie – hier wird es unter anderem um Religion als identitätsstiftendes Element in „Game of Thrones“ gehen. (TT.com)

⚔️ Wer von Drachen und Intrigen nicht genug bekommen kann:

HIER finden Sie die Anmeldung und das Programm der Tagung.

Und nicht auf die richtige Begrüßung vergessen. Wie es in der fiktiven Sprache hochvalyrisch so schön heißt: Valar Morghulis!


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