Ausbau von Kraftwerk im Kühtai mit Tunnelanschlag begonnen

Ende 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die Tiwag investiert rund eine Milliarde Euro.

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Die Tiwag-Aufsichtsratsmitglieder Julia Lang (l.) und Hannelore Weck-Hannemann mit LH Günther Platter, Tiwag-Vorstandsvorsitzenden Erich Entstrasser und Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Schretter (r.).
© Tiwag/Vandory

Kühtai – Im Kühtai hat am Donnerstag der Ausbau der Kraftwerksgruppe begonnen. Der Tunnelanschlag für unterirdische Stollenanlagen markierte den Anfang der Großbaustelle, die bis 2026 dauern soll. Der Tiroler Energieversorger Tiwag investiert dafür rund eine Mrd. Euro, hieß es in einer Aussendung.

Das Projekt, das einen zusätzlichen Speichersee mit 31 Mio. Kubikmeter Fassungsvermögen und ein unterirdisches Pumpspeicherwerk als zweite Oberstufe umfasst, kann nach elfjähriger Überprüfung über mehrere Instanzen hinweg nun umgesetzt werden. "Durch die Verdoppelung der Speicherleistung im Kühtai können wir zukünftig noch agiler und flexibler auf die Anforderungen einer sicheren Stromversorgung reagieren", sagte Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser.

"Dieses Infrastrukturprojekt ist nicht nur ein wichtiger Konjunkturmotor für die heimische Wirtschaft, sondern essenziell für die langfristige Versorgungssicherheit und Energieautonomie Tirols", meinte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), der auch Eigentümervertreter ist. Durch den Ausbau könne mit dem zusätzlichen Wasser pro Jahr 216 Mio. kWh mehr Strom erzeugt werden, hieß es.

Gleichzeitig mit den Untertagebauarbeiten für das neue Kraftwerk werde nun eine Betonmischanlage vor Ort aufgebaut und die Aufbereitungsanlage für das Schüttmaterial des neuen Staudamms installiert. Mit Jahresende soll die Tunnelbohrmaschine für den Beileitungsstollen einsatzbereit sein. Der Einbau der Turbinen und Generatoren ist für 2024 und 2025 vorgesehen. (APA)

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