Schließung zweier Flüchtlingslager mit 433.000 Menschen in Kenia geplant

Die Standorte Dadaab und Kakuma sollen geschlossen werden, wie die Regierung bekannt gab. Man plane gemeinsam mit UNHCR, einen Teil der Flüchtlinge in ihre Heimatländer umzusiedeln, und anderen eine kenianische Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis zu erteilen.

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Kinder im Flüchtlingslager Dadaab.
© TONY KARUMBA

Nairobi – In Kenia sollen zwei Flüchtlingslager mit mehr als 433.000 Menschen bis Ende Juni 2022 geschlossen werden. Dies betrifft die beiden Standorte Dadaab und Kakuma, wie die Regierung in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Donnerstag bekannt gab.

Man wolle niemanden vertreiben, sagte die kenianische Außenministerin, Raychelle Omamo, in der Erklärung. Jedoch solle niemand über Generationen hinweg an einem derart unsicheren und unwürdigen Ort leben müssen, hieß es weiter. Man plane gemeinsam mit UNHCR, einen Teil der Flüchtlinge in ihre Heimatländer umzusiedeln, und anderen eine kenianische Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis zu erteilen.

Beide Flüchtlingslager beherbergen seit 30 Jahren Geflüchtete aus Somalia, Südsudan, dem Kongo und Äthiopien, die vor Bürgerkriegen oder Hungerkatastrophen in das benachbarte Kenia geflohen sind. Viele der Lager sind seit Jahren überfüllt. Seit 2016 ist die Schließung der Lager immer wieder von der Regierung angekündigt, aber nie umgesetzt worden. (APA/dpa)


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