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Das Heute ermöglicht einen neuen Blick aufs Kriegsende in Tirol

Der Tiroler Historiker Horst Schreiber beschreibt das Kriegsende und damit die Endzeit nationalsozialistischer Herrschaft in Tirol. Einblicke zum Jahrtag am 8. Mai.

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Ein Bild aus den letzten Tagen vor Ende des Krieges: Appell der US-Armee in Brennbichl (das Foto stammt aus dem Stadtarchiv Imst).
© Stadtarchiv Imst

Kurz nach dem Krieg schwenkte ein US-Jagdflieger im Tiefflug mit den Tragflächen. Er sei happy, der Krieg ist vorbei, sagte ein amerikanischer Soldat zum 17-jährigen Franz, einem ehemaligen Luftwaffenhelfer. 50 Jahre später stellte Franz fest: „Ich war auch happy und gleichzeitig traurig. Millionen von Toten – unsere Städte zerstört –, alles umsonst.“ Carmella Flöck saß am 1. Mai 1945 wegen Unterstützung des Widerstandes im KZ Ravensbrück ein. Da hörte sie, an Typhus erkrankt, Häftlinge schreien: „Die Russen sind da! Ein ungeheurer Jubel brach los und mir rannen Tränen der Erlösung über die Wangen!“ Die Menschen erlebten das Ende des Krieges höchst unterschiedlich.


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