Starkschnee, Corona, Skitouren: Alpinpolizei Tirol zieht Bilanz

  • Artikel
  • Diskussion
Die Schneemassen des Dezembers vor allem in Osttirol verlangten auch der Alpinpolizei einiges ab.
© Alpinpolizei Tirol

Innsbruck – Für die Alpinpolizei war der abgelaufene Winter vor allem durch drei Schwerpunkte geprägt: durch den Starkschnee in Osttirol, die alpinen Corona-Kontrollen sowie den Skitourenwinter. Corona-bedingt wurden um rund drei Viertel weniger Unfälle im alpinen Gelände verzeichnet.

Aufgrund einer Starkschneewarnung fuhren die Bezirkshauptmannschaft Lienz und das Bezirkspolizeikommando Lienz Anfang Dezember einen Einsatzstab hoch. In den betroffenen Gemeinden wurden Gemeindeeinsatzleitungen eingerichtet, die jeweils mit Alpinpolizisten besetzt wurden. Laut Alpinpolizei gelang es, diese dynamische Einsatzlage ohne gröbere Sach- und Personenschäden abzuwickeln, dennoch haben die Tage und Wochen sehr hohe Anforderungen an alle Beteiligten gestellt.

Im vergangenen Winter führte die Polizei im alpinen Gelände – vorwiegend im organisierten Skiraum – Corona-Schwerpunktkontrollen durch. Dabei wurden insbesondere die Einhaltung von Maskenpflicht und Abstandsregeln sowie der Nachweis über ein negatives Corona-Testergebnis überprüft. Lobend erwähnt die Alpinpolizei Tirol dabei die Disziplin und die Kooperation der Wintersportler im Zuge der Kontrollen.

Stark rückläufig waren die Zahlen der alpinen Unfallstatistik im organisierten Skiraum. Im Bereich der Skitouren verzeichnete die Polizei heuer aber 184 Unfälle mit neun Todesopfern – 2019/20 waren es 234 Unfälle mit vier getöteten Wintersportlern. Die Alpinpolizei erklärt sich die hohe Zahl der Todesopfer damit, dass viele Unerfahrene von der Piste ins freie Gelände gewechselt sind. (TT, np)


Kommentieren


Schlagworte