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Sea Watch rettete weitere Migranten: 400 Menschen an Bord

Vor knapp einer Woche war die "Sea-Watch 4" aus dem Hafen der spanischen Stadt Burriana ausgelaufen. Zuvor war das Schiff monatelang von den Behörden der sizilianischen Stadt Palermo wegen eines Rechtsstreits festgehalten worden.

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Die Poseidon von Geomar wurde vom Verein Seawatch ersteigert. Dann wurde sie in Spanien für den Rettungseisatz von Flüchtlingen umgebaut.
© Petra Nowack via www.imago-images.de

Rom – Nach weiteren Rettungseinsätzen am Samstag ist die Zahl der Migranten an Bord des Rettungsschiffes "Sea Watch-4" auf über 400 gestiegen. Dies teilte die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch auf Twitter mit. Zuletzt wurden 97 Menschen auf einem doppelstöckigen Holzboot gerettet, das bereits seit drei Tagen im Meer war.

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"Glücklicherweise konnten wir sie alle sicher an Bord bringen. Jetzt brauchen wir dringend einen sicheren Hafen für die über 400 Gäste", betonte die NGO. Vor knapp einer Woche war die "Sea-Watch 4" aus dem Hafen der spanischen Stadt Burriana ausgelaufen. Zuvor war das Schiff monatelang von den Behörden der sizilianischen Stadt Palermo wegen eines Rechtsstreits festgehalten worden.

Das von der NGO SOS Mediterranee betriebene Rettungsschiff "Ocean Viking" ist unterdessen mit 236 Migranten in Richtung des Hafens Augusta auf Sizilien unterwegs. Die 236 Menschen befanden sich ursprünglich an Bord von zwei in Seenot geratenen Schlauchbooten und wurden am Dienstag gerettet. Zu den Überlebenden zählten auch vier Geschwister im Alter zwischen zehn und 17 Jahren, die allein unterwegs waren, so SOS Mediterranee.

340 Flüchtlinge wurden von der libyschen Küstenwache aufgegriffen und nach Tripolis zurückgeschickt, berichtete das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR). Das UNHCR habe allen Überlebenden dringende medizinische und humanitäre Hilfe geleistet, bevor sie in Gewahrsam genommen wurden. Mehr als 5.500 Menschen wurden seit Jänner 2021 nach Libyen zurückgebracht, berichtete das UNHCR. Allein am Freitag wurden 450 Migranten aufgegriffen und nach Libyen zurückgeschickt.

Seit Freitag sind fast 700 Migranten auf Lampedusa eingetroffen. Die Menschen erreichten die Insel an Bord von mehreren Booten. Sie wurden von der italienischen Küstenwache einige Seemeilen von Lampedusa entfernt gesichtet. Die Migranten wurden im Flüchtlingslager der Insel untergebracht, in dem sich bereits 700 Personen befinden, berichteten italienische Medien am Samstag. (APA)


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