Das Kraftwerk Tumpen liegt „voll im Bauzeitplan“

Der nächste Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des neuen Wasserkraftwerks Tumpen-Habichen ist erreicht: Noch vor dem Wochenende wurden die Arbeiten an der Wasserfassung im oberen Bereich der Kraftwerksanlage termingerecht abgeschlossen.

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Das Wasser der Ötztaler Ache ist begehrt: Für das Kraftwerk Tumpen/Habichen wird es genutzt.
© Parth

Umhausen, Oetz – Der nächste Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des neuen Wasserkraftwerks Tumpen-Habichen ist erreicht: Noch vor dem Wochenende wurden die Arbeiten an der Wasserfassung im oberen Bereich der Kraftwerksanlage termingerecht abgeschlossen. Die Ötztaler Ache wurde damit wieder in ihr ursprüngliches Bachbett zurückgeleitet.

„Die letzten Tage waren ein Wettlauf gegen die Zeit“, erklärt dazu der Geschäftsführer der Ötztaler Wasserkraft, Klaus Mitteregger. „Wir konnten alle erforderlichen Arbeiten innerhalb der Niederwasserperiode abschließen. Die beteiligten Firmen haben einen perfekten Job gemacht“, freut er sich. Die wasserberührten Bauteile der Wehranlage inklusive Dotationskraftwerk und Fischaufstieg sind mittlerweile fertiggestellt. Im nächsten Bauabschnitt folgen der Entsander, die Zuleitung zum Druckstollen und die Wehrbrücke.

Planmäßig voran gehe es unterdessen auch auf der zweiten Kraftwerksbaustelle in Tumpen: Der Unterwasserkanal für die Wasserrückgabe in die Ache ist fertiggestellt. Der Anfang März durchgeschlagene Druckstollen wird derzeit ausgekleidet und beim Krafthaus die Decke der Maschinenhalle noch im Sommer betoniert. „Wir sind voll im Bauzeitplan, der eine Fertigstellung bis zum Frühsommer 2022 vorsieht“, betont Klaus Mitteregger.

Die Ötztaler Wasserkraft besteht aus den Gemeinden Umhausen und Oetz, der Auer Wasserkraft GmbH aus Umhausen und der Tiwag. Der Stauraum dient nur zur Wasserentnahme und hat ein Fassungsvermögen von 7000 m³. Bis zu 22 m³/sec werden zur Energieerzeugung verwendet. Das Krafthaus steht in Habichen. Dort wird die Kraft des Wassers in jährliche 61 Gigawattstunden Strom für 15.000 Haushalte verwandelt. (TT)

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