Hilfe für Briten in Tirol nach dem Brexit

In Tirol kümmert sich Honorarkonsul Ivo Rungg (er trat diese ehrenamtliche Tätigkeit im Herbst an) um die Anliegen und Probleme vor allem der britischen Bürgerinnen und Bürger.

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Ivo Rungg ist Honorarkonsul für Großbritannien.
© Binder Grösswang

Innsbruck – Seit 1. Mai ist das nach dem EU-Austritt Großbritanniens (per Ende 2020) vereinbarte Handels- und Partnerschaftsabkommen in Kraft. Für die Bevölkerung und die Wirtschaft in der EU wie auch im Vereinigten Königreich hat sich mit dem Brexit einiges verändert.

In Tirol kümmert sich Honorarkonsul Ivo Rungg (er trat diese ehrenamtliche Tätigkeit im Herbst an) um die Anliegen und Probleme vor allem der britischen Bürgerinnen und Bürger. Das betrifft etwa Anliegen und Fragestellungen der etwa 1600 in Tirol lebenden britischen Staatsbürger. Im Vor-Corona-Jahr 2019 sorgten die Briten für 1,7 Mio. Urlauber-Nächtigungen pro Jahr. 2019 betrugen die Ausfuhren von Tirol in das Vereinigte Königreich 324,4 Mio. Euro, Großbritannien ist damit der sechstgrößte Exportmarkt. Die Einfuhren nach Tirol machten knapp 162 Mio. Euro aus.

Großbritannien gilt nun als Drittstaat. Wer künftig in Tirol leben und arbeiten will, braucht eine Arbeitsgenehmigung. Wie dies etwa für Skilehrer, Canyoning Guides und Tätigkeiten im Tourismus ablaufen wird, muss sich erst herausstellen. Laut Rungg gibt es im von der EU mit den Briten fixierten Abkommen noch etliche offene Detailfragen.

Das Konsulat versuche bei Fragestellungen hilfreiche Kontakte zur Politik und den zuständigen Stellen herzustellen, sagt Rungg. Bisher seien im Jahr 40 bis 50 Fälle aufgelaufen, in denen man Unterstützung gewährt habe. Mit dem Brexit könnte dies nun mehr werden. Vielfach wenden sich bei Problemen auch Staatsangehörige aus Commonwealth-Ländern wie etwa Australien, Neuseeland oder Indien ans Konsulat, berichtet Rungg. (va)

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