Impfung der ÖOC-Abordnung für Spiele in Tokio startet am Mittwoch

In den Heeres-Gesundheitszentren werden allen Team-Mitgliedern ab Mittwoch die Vakzine von Johnson & Johnson verabreicht. Die Athleten begrüßen das Impf-Angebot.

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Jakob Schubert, Bernadette Graf und Lukas Weissheidinger.
© Niklas Stadler

Wien – Die Impfungen gegen Corona für Österreichs Olympia-Sportler für Tokio starten am Mittwoch. In den Heeres-Gesundheitszentren in Wien, Hörsching bei Linz, Innsbruck und Klagenfurt werden die Vakzine von Johnson & Johnson über die Bundesheer-Infrastruktur verabreicht. "Im Mai und Juni ist es möglich, allen Team-Mitgliedern, Betreuerinnen und Betreuern sowie Athletinnen und Athleten, die das wünschen, die Impfung anzubieten", sagte ÖOC-Sportdirektor Christoph Sieber am Dienstag.

Die Termine für Mai seien einmal fixiert, weitere im Juni müssten dann noch festgelegt werden. "Für die, die es im Mai zeitlich nicht unterbringen,", führte Sieber bei einer Online-Pressekonferenz aus, "aber auch für etwaige neue Team-Mitglieder, die sich bis dahin ergeben oder sich qualifizieren. Wir schauen, dass alle zum Zug kommen." Die zeitliche Planung spiele eine große Rolle, da man über ein bis zwei Tage mit etwaigen Impf-Reaktionen rechnen müsse. Der langfristige Olympia-Aufbau soll nicht leiden.

Im Mai und Juni ist es möglich, allen Team-Mitgliedern, Betreuerinnen und Betreuern sowie Athletinnen und Athleten, die das wünschen, die Impfung anzubieten.
Christoph Sieber, ÖOC-Sportdirektor

Allerdings konnten nicht alle mit auch nur einer kleinen Qualifikationschance informiert werden, denn das wären dann allein auf Athletenseite rund 300 Personen gewesen. Sieber: "Da gibt es klare Restriktionen und Vorgaben aufgrund der verfügbaren Kontingente. Wir mussten einfach einen objektiven Strich ziehen. Doch wir gehen davon aus, dass alle, die nach Tokio reisen im olympischen Team, noch die Möglichkeit erhalten werden, sich noch rechtzeitig zu immunisieren."

Weißhaidinger: "Besser kann man es nicht machen"

Aktuell wurden für Olympia 43 ÖOC-Quotenplätze fix ergattert, das Österreichische Olympische Komitee rechnet mit rund 70 ÖOC-Teilnehmern. Bei den Paralympics-Athleten sind für das ÖPC zehn Tickets erobert worden, ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber rechnet mit rund 30 rot-weiß-roten Qualifizierten. Sechs Aktive liegen derzeit auf aussichtsreichen Qualifikationsplätzen. Hoffnung macht sich u.a. Badminton-Spielerin Henriett Koosz, 2012 in London noch im Tennis dabei gewesen.

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Medaillenhoffnung Lukas Weißhaidinger nimmt einen der ersten angebotenen Impf-Termine wahr. "Besser kann man es nicht machen", lobte der Diskuswerfer die Planung. Einer-Ruderin Magdalena Lobnig hat sich für den 25. Mai entschieden, auch wenn sie nach einer im Dezember erlittenen Corona-Erkrankung noch Antikörper habe. "Ich möchte auf Nummer sicher gehen", meinte die Kärntnerin. "Nach dem Weltcup in Luzern lasse ich mich impfen. Da habe ich eine Erholungswoche, da passt es sehr gut rein."

👕🧦🕶 ÖOC-Aktive treten bei Tokio-Spielen in Weiß-Rot-Schwarz auf

Österreichs Athleten bei den Olympischen (23. Juli bis 8. August) und Paralympischen Sommerspielen (24. August bis 5. September) in Tokio werden in ihrer Kleidung mit einem farblichen Fokus auf Weiß-Rot-Schwarz auftreten. Insgesamt 58 Teile zu insgesamt 3900 Euro je Aktiver umfasst die von sieben Herstellern zur Verfügung gestellte Kollektion. Der langjährige Ausrüster Erima stellt mit 36 Teilen klar mehr als die Hälfte der ÖOC-Ausstattung in Japan.

Waren bei der Eröffnung 2016 in Rio de Janeiro bzw. beim Einmarsch des österreichischen Teams ins Maracana-Stadion Ziegenvelours-Lederhosen viel beachtet, sind die Aktiven diesmal aufgrund der klimatischen Bedingungen mit Leinen-Hosen versorgt. "Die werden mit Sicherheit wieder für Furore sorgen", meinte dazu ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel am Dienstag bei der Präsentation der Kollektion in Wien.


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