Hohe Aufklärungsquote: Polizei Imst setzt auf Präventionsarbeit

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Die Aufklärungsquote durch die Exekutive im Bezirk Imst kann sich sehen lassen, wobei man noch stärker auf Prävention setzen will.
© zoom.tirol

Imst – Im Bezirk Imst liegt die Aufklärungsquote von Kriminaldelikten durch die Polizei knapp über 60 Prozent. Damit liege man im tirolweiten Vergleich etwas über dem Durchschnitt, freut sich Bezirkspolizei-Kdt. Hubert Juen. „Die Skidiebstähle sind nicht deshalb zurückgegangen, weil unsere Gäste die Ski klauen. Vielmehr fehlt die Gelegenheit, wenn Ski oft allzu sorglos vor einem Après-Ski-Lokal abgestellt werden“, zeigt Juen auf. Geschlossene Einkehrmöglichkeiten und viel geringere Frequenz hätten die Diebe großteils zu einer Auszeit verdonnert.

„Niemand würde auf die Idee kommen, sein Handy vor einem Lokal in ein Körbchen zu werfen, das für jedermann zugänglich ist“, mahnt Juen eine größere Sorgfalt und Achtsamkeit ein. Dies betreffe auch den österreichweiten „Trend“ zu vermehrter Cyber-Kriminalität. „Für einen Bagger, der vorab nicht begutachtet wurde, gleich zwischen 10.000 und 50.000 Euro online zu überweisen, zeugt ebenfalls davon, dass sich Leute zu sorglos im Internet bewegen“, so der Polizei-Kommandant. Die Internetbetrüger würden immer dreister und einfallsreicher. Bei dubiosen Angeboten an Online-Liebe und -Beziehung seien Männer und Frauen gleichermaßen gefährdet, auf eine persönlich adressierte E-Mail hereinzufallen.

Was die Suchtmitteldelikte angeht, so wolle man sich auch in Imst um häufigere Schwerpunktkontrollen und das dafür nötige Personal bemühen. Ebenfalls werde man sich in der Jugendpräventionsarbeit verstärkt engagieren. Ansonsten sei man personell sehr gut aufgestellt im Bezirk und könne sogar fallweise in anderen Bezirken aushelfen. „Imst hat aktuell keine Außengrenze, die offen ist“, weiß Juen. Gefordert sei man jedoch in Sachen „Corona-Kontrollen“, genauer gesagt müsse man Quarantäne-Kontrollen von Einreisenden, Positiven oder als K1-Person Identifizierten durchführen. Wochentags sei das Bundesheer im Unterstützungseinsatz bei den Ausreisetestpflicht-Kontrollen in Längenfeld tätig, vermerkt Juen als positiv. (top)

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