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Kommentar zur Causa HG Pharma: Es ist bereits fünf nach zwölf

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Peter Nindler

Kommentar

Von Peter Nindler

Eine Vergabe ohne Ausschreibung. Dazu noch ein „Geschäftspartner“ mit mehr als zweifelhaftem Ruf. Und täglich neue Kalamitäten mit offenen Fragen über Testauswertungen oder ob der so genannte „Lab Truck“ überhaupt die technisch-fachlichen Voraussetzungen für PCR-Analysen besitzt. Das alles muss man erst einmal zustande bringen, doch im Land Tirol ist das offensichtlich möglich. Obwohl die schwarz-grüne Landesregierung seit den Vorgängen in Ischgl vor einem Jahr beinahe seismographisch national und international wahrgenommen wird.

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Erst fünf nach zwölf wurde die Zusammenarbeit mit dem in viele Ungereimtheiten verwickelten HG-Pharma-Geschäftsführer Ralf Herwig beendet. Doch die Uhr für Landeshauptmann Günther Platter (VP) tickt weiter. Er ist der oberste Krisenmanager im Land und politisch dafür verantwortlich. Von ihm erwartet sich nicht nur die Opposition, sondern auch die Öffentlichkeit zu Recht volle Aufklärung. Wenn es die nicht gibt, entsteht ein Vakuum für weitere Spekulationen und auch undifferenzierte Mutmaßungen.

Warum haben die Experten und Juristen in der Verwaltung das durchgehen lassen? Otto Normalverbraucher wird hingegen mit seinen Behördenansuchen nicht selten von der Nasen- bis zur Zehenspitze „gescreent“. Tirol steht in der Auslage, das Image an der Kippe. Das sollte die Landesregierung wissen, denn die schiefe Optik hat schon längst die obersten Krisenmanager erreicht.


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