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Meningokokken: „Eine der schlimmsten Erkrankungen“

In Österreich sind dank vieler Impfungen die Zahlen der Meningokokkeninfektion seit 2010 deutlich zurückgegangen. Durch die Pandemie wurden Impfungen aber aufgeschoben. Ein gefährlicher Trend.

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Gegen Meningokokken können Babys bereits nach drei Monaten erstmals geimpft werden.
© iStock

Von Manuel Lutz

Innsbruck – Zwölf Jahre ist es her, als der damals drei Monate alte Fabian über Nacht starkes Fieber bekommen hatte. Der Säugling schrie durchgehend und erbrach viel. „Als Eltern waren wir komplett hilflos“, erinnert sich Mutter Maria U. (Name der Red. bekannt) an die schlimme Zeit zurück. Sowohl von Kinderärzten als auch in der Ambulanz wurde die Familie heimgeschickt – es konnte nicht festgestellt werden, was der Bub hatte. Der Zustand verschlechterte sich jedoch. „Als wir wieder in der Klinik waren, hat eine Krankenschwester ihn sofort vorgezogen. Dann ging es Schlag auf Schlag“, so U. Vom Wiener Krankenhaus wurde der Bub sofort ins AKH verlegt. Diagnose: Gehirnhautentzündung. Ausgelöst von Meningokokkenbakterien. Über 14 Tage war das Baby damals in künstlichen Tiefschlaf versetzt.


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