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Trügerische Ruhe: ÖVP-Räson mit geballter Faust im Hosensack

In Tiroler VP herrscht trügerische Ruhe: Endgültiger Bruch zwischen Zoller-Frischauf und Wirtschaftsbund, harsche Kritik am „System Malaun“.

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Christoph Walser (l.), Günther Platter und Patrizia Zoller-Frischauf.
© Land Tirol

Innsbruck – In der Tiroler Volkspartei verlaufen die Bruchlinien derzeit quer. Aber die Nebel lichten sich. Die von der scheidenden Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf ausgelöste Personalrochade hatte ihre parteiinterne Ouvertüre bereits am vergangenen Wochenende. In der ÖVP machten nämlich erste Gerüchte die Runde, dass ein Wechsel in der ÖVP-Regierungsmannschaft bevorstehen könnte. Denn es wurde bekannt, dass die Wirtschaftsbundspitze wenige Tage zuvor bei Parteiobmann und Landeshauptmann Günther Platter (VP) auf Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser als Nachfolger für Zoller-Frischauf gedrängt hatte.

Platter ließ sich aber auf keine Spekulationen ein, vielmehr werkte im Hintergrund VP-Parteimanager Martin Malaun. Walser sollte verhindert werden, wird er doch als unliebsamer Konkurrent gesehen. Auch in der Partei. Zugleich wurde eine neue Achse geschmiedet: Die Telfer Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsbundobfrau von Innsbruck-Land, LA Cornelia Hagele, sollte Wirtschaftslandesrätin werden. Ihr Mentor: der Industrielle Arthur Thöni.


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