Stadtgeschichte zum Anfassen: Museum Kitzbühel erfolgreich saniert

Die Sanierung und Erweiterung des Museums der Stadt Kitzbühel fiel umfangreicher aus als geplant. Die Bauarbeiten wurden nun abgeschlossen.

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Michael Widmoser, Klaus Winkler, Michael Egger, Michael Perktold und Wido Sieberer (v. l.) im neuen Varanstaltungsraum.
© Angerer

Von Harald Angerer

Kitzbühel – „Aus einer einfachen Baustelle wurde eine Großbaustelle“, sagt Bürgermeister Klaus Winkler über die Erweiterung und den Umbau des Museums Kitzbühel. Nachdem die Stadt ein zusätzliches Gebäude neben dem bestehenden Museum von der BH übernommen hatte, waren diese Arbeiten notwendig. Doch sie gestalteten sich deutlich schwieriger als anfänglich gehofft. Nun konnten sie aber rechtzeitig zum 750-Jahr-Jubiläum der Stadt abgeschlossen werden.

Vor allem der Zustand des Dachstuhls in dem neu dazugekommenen Gebäudetrakt war problematisch. Architekt Michael Egger spricht davon, dass dieser einsturzgefährdet gewesen sei. Aber auch sonst seien die Arbeiten in dem historischen Gebäude schwierig und herausfordernd gewesen. Die Zusammenarbeit, vor allem mit dem Bundesdenkmalamt, sei aber hervorragend gewesen, sagt Egger.

„Wir haben lange am Museum gearbeitet und es war sehr herausfordernd, nun sind die Arbeiten aber abgeschlossen und das Museum kann voll bespielt werden“, freute sich Museumsdirektor Wido Sieberer gestern bei einer Präsentation. Die Fläche des Stadtmuseums ist durch das zusätzliche Gebäude von 600 m2 Fläche auf 1100 m2 angewachsen. Kernstück ist ein neues Treppenhaus mit einem Lift. Damit sind nun alle Ebenen des Museums barrierefrei erreichbar.

Im neuen Gebäudetrakt werden vor allem die Sonderausstellungen stattfinden. Im dritten Stock gibt es dann noch einen kleinen Veranstaltungsraum. Dieser ist auch zugänglich, wenn das Museum nicht geöffnet ist und kann auch für Vereine oder Hochzeiten genützt werden. In diesem Raum sieht man auch die beeindruckende Geschichte des Gebäudes, man blickt in den offenen Dachstuhl. „Alle neuen Teile wurden in hellem Holz oder in Stahl gehalten, der Bestand ist in dunklem Holz. Damit ist die Geschichte des Hauses erlebbar“, schildert Egger.

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„Das Museum ist eines der wichtigsten Kulturgüter der Stadt, es war also eine Verpflichtung, die Arbeiten durchzuführen. Wir haben damit einen wichtigen Teil der Geschichte der Stadt gesichert“, betont Winkler und begründet damit auch, warum man die Mehrkosten in Kauf genommen hat. Letztlich betragen die Kosten gesamt 2,6 Millionen Euro, wobei 900.000 Euro gefördert werden.


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