Bedürfnis nach Geldpolster in Österreich groß

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Nach knapp 15 Monaten im Corona-Krisenmodus ist das Bedürfnis nach einem finanziellen Sicherheitspolster groß.
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Wien – Laut einer Umfrage im Auftrag der Erste Bank wollen 38 % der Österreicher wegen der Corona-Krise ihr Geld derzeit lieber am Konto belassen. Laut aktuellem Stand betragen alle Sicht- und Spareinlagen der privaten Haushalte knapp 190 Mrd. Euro. Das sind um 20 Mrd. Euro mehr als 2019. Alarmierend sei aber, dass jeder Vierte wegen seiner finanziellen Lage keinen Cent zur Seite legen kann.

Nur 18 % der Befragten gaben an, ihr „Geld mehr investiert bzw. veranlagt zu haben, um auch Rendite zu machen“. „Dieses Horten von Cash ist in manchen Fällen nachvollziehbar, aber langfristig von Nachteil. Inflation und Nullzinsen knabbern an dieser Liquiditätsreserve“, so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank. Allerdings zeigen sich die Befragten beim Spar- und Anlageverhalten für die nächsten zwölf Monate optimistischer. Acht von zehn Österreichern wollen Geld veranlagen, wobei nach wie vor das Sparbuch und der Bausparvertrag die Nase vorn haben.

Bei 17 % hat aktuell der Konsum Vorrang, sie geben ihr Geld lieber aus, als es anzulegen. Zudem plane jeder Dritte in naher Zukunft eine größere Anschaffung und veranschlage dafür ein Budget von 116.400 Euro. Nach wie vor soll diese Anschaffung großteils über Ersparnisse finanziert werden, auch wenn dabei die Nachfrage nach einer Finanzierung über einen Bankkredit oder ein Bauspardarlehen leicht zunehme. (TT)

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