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Das große Brummen: Der Maikäfer macht im Zillertal Probleme

Im hinteren Zillertal macht der Maikäfer Probleme. Im Oberland kommt er neuerdings oberhalb von 1000 m Seehöhe vor.

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Alle vier Jahre wird das hintere Zillertal zum Hotspot für Maikäfer. Mit Pilzgerste soll die Population verringert werden.
© BIPESCO Team Innsbruck

Von Angela Dähling

Ramsau i. Z. – Zu Tausenden schwirren sie derzeit brummend durch die Dämmerung im hinteren Zillertal, die Maikäfer. Wilhelm Busch hätte seine Freude: Seine Kinderbuch-Figuren Max und Moritz könnten zwischen Aschau-Süd und Mayrhofen derzeit säckeweise die großen Krabbeltiere einsammeln.

Im vorderen Zillertal aber auch im Inntalbereich des Bezirks Schwaz und Kufstein ist der Maikäfer zwar auch unterwegs – aber längst nicht so eine Plage wie im hinteren Zillertal. Woran das liegt, weiß Hermann Strasser von der biologischen Fakultät der Uni Innsbruck. Der Mikrobiologe gilt seit rund 30 Jahren als der Tiroler Maikäfer-Experte. „Wir besitzen seit über 100 Jahren eine Maikäferflugkarte, die laufend überprüft und aktualisiert wird“, informiert er. Schon 1927 im K.u.K-Reich habe man daher gewusst, wo der europäische Maikäfer, der als bestuntersuchtes Insekt nach der Honigbiene auf diesem Kontinent gilt, seine Kreise zieht.


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