Rinner Straße: Nach Totalsperre kann der Verkehr wieder fließen

Die generalsanierte Rinner Straße steht als Verbindungsachse wieder bereit. Nichts Neues bei Umfahrung Aldrans, dichterer Öffi-Takt geplant.

  • Artikel
  • Diskussion
Gaben die Straße frei (v. l.): Werner Huber (Baubezirksamt), BM Hannes Strobl, LHStv. Josef Geisler, Werner Molzer (Abt. Verkehr und Straße).
© Domanig

Aldrans – Die Generalsanierung der L32 Aldranser Straße im Bereich Rinner Straße ist beendet: Nach knapp einem Jahr Großbaustelle wurde die wichtige Durchzugsstraße nach Rinn bzw. Sistrans gestern wieder offiziell für den Verkehr freigegeben.

Ohne eine zweimalige Totalsperre (Juli bis Dezember 2020, März bis Mitte Mai 2021) wären die vielfältigen Arbeiten im 700 m langen Abschnitt bis zum Sägewerk Dollinger nicht machbar gewesen, betont BM Hannes Strobl aus Aldrans. Denn im Zuge der Sanierung wurden u. a. auch Kanal, Wasserleitungen, Gas, Strom und Telekommunikation erneuert, insgesamt über neun Kilometer Leitungen verlegt. Land Tirol, Gemeinde, Abwasserverband und Leitungsbetreiber investierten 2,1 Mio. Euro.

„Wir hoffen, dass die sanierte Straße nicht neuen Verkehr anzieht“, sagt Strobl, schließlich verkehren hier jetzt schon ca. 5000 Fahrzeuge täglich. Aber es handle sich eben um eine wichtige Verbindungsstraße für die ganze Region. Und man habe, wie auch LHStv. Josef Geisler unterstrich, auf erhöhte Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger geachtet: Bergauf wurde ein Mehrzweckstreifen installiert – der vielgenutzte Vitalradweg verläuft über diese Achse –, zudem wurde der Gehsteig auf 1,5 bis 2 m verbreitert.

Der befürchtete Verkehrsinfarkt blieb aus, Staus und Beschwerden hätten sich in Grenzen gehalten, so Strobl, der besonders dem Nachbarort Lans dankte: Beim dortigen, in der Baustellenphase noch stärker frequentierten Nadelöhr Isserwirt wurden temporär die Poller entfernt und die Fußgänger weg von der Straße über das Isserwirt-Areal geleitet, so dass vorübergehend die volle Straßenbreite zur Verfügung stand. Nun kommen die Poller wieder – wobei man die vielen, teils überraschenden Erfahrungen aus dem Baustellenjahr gemeinsam mit dem Land evaluieren und sinnvolle Schlüsse ziehen werde, wie BM Benedikt Erhard erklärt.

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.

Auch die temporären Ampelregelungen rund um die große Kreuzung im Ortskern von Aldrans werden wieder abgebaut, berichtet Christian Molzer, Leiter der Landesabteilung Verkehr und Straße: Doch hier bereite man ein „Nachfolgeprojekt“ vor: An geeigneten Standorten soll es, auf Basis der jüngsten Erfahrungen, auch künftig Ampelregelungen geben.

Nichts Neues gibt es vorerst, was das große, in Aldrans kontrovers diskutierte Thema einer Umfahrung zur Entlastung des Ortskerns angeht. Die Gemeinde hat das Land hier ja um die Ausarbeitung einer Variantenplanung ersucht, diese läuft (nach Corona-Verzögerungen) weiter.

Ziel sei generell, zumindest den Verkehrszuwachs einzubremsen, meint Strobl – auch mittels Radweg- und Öffi-Ausbau: Mit VVT-Fahrplanwechsel 2022 sollen der Bustakt von und nach Innsbruck von 30 auf 15 Min. verdichtet und die weiteren Anschlüsse ebenfalls verbessert werden. (md)


Kommentieren


Schlagworte