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Glyphosat-Ausstieg in Tirol in kleinen Schritten

Das umstrittene Herbizid bleibt erlaubt. Land und Gemeinden üben Verzicht, der große Wurf fehlt.

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Heißschaum könnte künftig mehr bei der Unkrautbekämpfung zum Einsatz kommen.
© Maschinenring

Innsbruck – Seit Jahren fordern Umweltorganisationen ein flächendeckendes Verbot des wahrscheinlich krebserregenden Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat, das auch Bienen krank macht. Der nun vorliegende Gesetzesentwurf sieht ein Teilverbot für sensible Orte (Parks, Kindergärten) und Hausgärten vor und schließt die Land- und Forstwirtschaft aus. Dort entstehen jedoch 90 Prozent der Glyphosatemissionen.

• 2020 wurden laut Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) 259 Tonnen Glyphosat in Österreich „in Verkehr gebracht“. Von 2015 bis 2017 waren es jährlich zwischen 312 und 329 Tonnen. Eine Bundesländer- oder Gemeindeauflistung gibt es nicht.

• In Tirol sind zahlreiche Gemeinden glyphosatfrei geworden. Laut Greenpeace-Auflistung von 2019 bildete Tirol aber noch das Schlusslicht. Unterdessen verzichtet das Land Tirol in seinem Zuständigkeitsbereich wie in der Landesstraßenverwaltung auf das Herbizid.


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