Plakat für Ski-Rennen 2022: Blick aus Argentinien auf die legendäre Streif

Der Kitzbüheler Skiclub präsentierte gestern das neue Plakat für die Hahnenkammrennen 2022 und rechnet wieder mit Zuschauern.

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Michael Huber und Peter Kofler (v.l.) enthüllten auf dem Zielhaus das neue Plakat für die Hahnenkammrennen 2022.
© Angerer

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Auch wenn der Winter noch weit weg ist, beim Kitzbüheler Skiclub (KSC) laufen die Vorbereitungen für das kommende Hahnenkammrennen bereits wieder. Einer der ersten Höhepunkte auf dem Weg zur nächsten Auflage ist seit dem Jahr 1990 die Präsentation des Plakates für die kommenden Rennen. Denn es sind nicht irgendwelche Plakate, die der Kitzbüheler Skiclub zur Bewerbung des Hahnenkammrennens aufhängt. Seit gut 30 Jahren werden diese Plakate von Künstlern entworfen. Dazu wurde damals ein Wettbewerb mit der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) ins Leben gerufen.

„Die Spannung steigt – wie wird das Plakat ankommen, wird es für Diskussionen sorgen?“, sagt KSC-Präsident Michael Huber bei der gestrigen Enthüllung. Der Wettbewerb ist mittlerweile international und es gab nicht weniger als 646 Einreichungen von 404 Künstlern aus aller Welt. „Es ist heuer ein Plakat, dass ich mir wieder zu Hause aufhängen würde“, freut sich Huber. Den Wettbewerb gewonnen hat das Bild „Energy on Snow“ des Künstlers Augustín Gagliano. Der 29-jährige stammt aus Argentinien „und war noch nie in Kitzbühel. Umso beeindruckender ist das Bild für mich“, sagt Huber. An der Präsentation konnte der Künstler gestern nicht teilnehmen, aber er wird zum Hahnenkammrennen eingeladen.

„Ich hoffe, dass es für Diskussionen sorgt, das ist ja auch gut so“, sagt Peter Kofler, Geschäftsleiter Deutschland und Kitzbühel bei BTV Private Banking. Nach einer kurzen Pause ist das Bankunternehmen seit zwei Jahren wieder als Partner mit an Bord. Die Plakate gibt es ab Herbst dann auch in den BTV-Filialen und an verschiedenen Verkaufsstellen in Kitzbühel zu kaufen. Die Einnahmen kommen dem KSC-Nachwuchs zugute.

Planung für Kartenverkauf im Herbst

Einen Ausblick gab Huber dann weiters auf das kommende Rennen im Jänner 2022 selbst. Wie schon bekannt wurde, wird es eine Programmänderung geben. Freitag und Samstag wird jeweils eine Anfahrt auf der Streif durchgeführt, am Sonntag dann der Slalomklassiker auf dem Ganslernhang. „Wir gehen davon aus, dass die Rennen wieder vor Publikum stattfinden werden. Wie viele Fans es allerdings sein werden, können wir leider noch nicht sagen“, erklärt Huber. Aus diesem Grund wird der Kartenvorverkauf noch ausgesetzt.

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„Im Herbst werden wir die Lage dann einschätzen, bis dahin sind wir damit beschäftigt, ein System für den Kartenvorverkauf aufzubauen“, erklärt Huber, denn eines ist für ihn klar: „Es wird sicher eine limitierte Zahl an Zuschauern geben. Das gilt auch für die Freikarten für KSC-Mitglieder und den Skinachwuchs.“ Es brauche hier eine sehr gute Lösung, „denn wir wollen nicht Leuten, die seit Jahrzehnten zu uns kommen, sagen müssen, dass sie heuer keine Karte bekommen“, sagt der KSC-Präsident. Er geht davon aus, dass die Kontingentierung der Karten nicht nur für die Auflage im kommenden Winter gelten wird. „2023 wird sicher auch noch kein normales Hahnenkammrennen“, ist der KSC-Präsident überzeugt.


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