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Fraktion „Lebenswertes Mils“: Spaltung und Streit um Parteipolitik

Nach dem Bruch in der Fraktion „Lebenswertes Mils“ herrscht zwischen dem Listengründer und den früheren Mitstreitern Eiszeit.

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Wollen nach dem Bruch mit „Lebenswertes Mils“ mit der neuen Liste „Zukunft Mils“ durchstarten: v. l. GR Eveline Gundolf, GR Ruth Plaikner, Ersatz-GR Wolfgang Obererlacher und GR Stefan Unterberger.
© Zukunft Mils

Mils – Mit Daniela Kampfl (Gemeinsam für Mils) hat die 4500-Einwohner-Gemeinde seit einer Woche eine neue Bürgermeisterin. Mindestens ebenso großes Thema ist im Dorf derzeit aber der Bruch in der größten Oppositionsfraktion „Lebenswertes Mils“. Wie berichtet, haben drei Gemeinderäte – Ruth Plaikner, Stefan Unterberger und Eveline Gundolf – gemeinsam mit Ersatz-GR Wolfgang Obererlacher den Austritt aus der Liste verkündet. Sie wollen bis zum Ende der Periode als freie Mandatare weitermachen und 2022 dann mit der neuen Liste „Zukunft Mils“ ins Wahlrennen gehen.

Nun herrscht Eiszeit zwischen den Mandataren und Listenobmann GV Christian Pittl: Ende April hätten ihm die Fraktionskollegen „völlig überraschend“ mitgeteilt, dass sie mit einer eigenen Liste antreten wollen und nach den Bestimmungen der Gemeindewahlordnung das Recht hätten, „Lebenswertes Mils“ ohne seine Beteiligung weiterzuführen, sagt Pittl. Als Gründer der Liste, die jeder mit ihm identifiziere, habe er einer solchen „Übernahme“ nicht zustimmen können – und eine „Urabstimmung“ in der Liste geplant. Einem möglichen Ausgang zu seinen Gunsten seien die anderen dann mit der „Flucht nach vorne“ zuvorgekommen.


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