Anzeichen für möglichen Bürgermeister-Rücktritt in Schwaz

Der Schwazer Gemeinderat tagt statt morgen nächste Woche. Das heizt nun die Spekulationen zur Bürgermeister-Neuwahl an.

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BM Hans Lintner könnte seinen Rücktritt verkünden.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Für heute Abend war in Schwaz eine Gemeinderatssitzung anberaumt. Doch die Tagesordnung wurde auf nächste Woche verschoben. Für den ein oder anderen Mandatar unverständlich. Doch für so manchen Schwazer sonnenklar: Es hieß, dass Ende Mai BM Hans Lintner die Entscheidung verkündet, ob er bei den Gemeinderatswahlen im Februar 2022 noch einmal antritt oder ob er vorab sein Amt übergibt. Dazu würde sich die Sitzung nächste Woche anbieten, denn BM Lintner muss nicht nur seine Entscheidung kundtun, sondern der Gemeinderat auch einen Nachfolger für die restliche Periode wählen.

Wer als Kandidat fürs Bürgermeisteramt aus den ÖVP-Reihen in Frage kommt, das ist noch unklar – die TT berichtete. Ein Indiz weist nun auf VBM Martin Wex hin, denn als offizielle Begründung für die Verschiebung wurde eine „Terminkollision“ angegeben. Wex ist heute Abend und auch morgen bei der Landtagssitzung eingespannt. Eine Übergabe bzw. Wahl wäre in seiner Abwesenheit also nicht möglich. BM Lintner bestätigt auf TT-Anfrage, dass er bereits im Vorfeld der Sitzung seine Entscheidung offenlegen wird.

Wenig Freude mit der verschobenen Sitzung hat der freie Mandatar Benjamin Kranzl. „Nicht nur dass die freien Gemeinderäte gar nicht erst gefragt wurden, ob sie einer Verschiebung zustimmen – die Verschiebung und Aussetzung der Sitzungen hat mittlerweile System“, kritisiert Kranzl. Ihm fehle die Planungssicherheit. Der neue Termin muss nicht mit allen abgeklärt werden, aber BM Lintner betont, dass er stets bemüht sei, einen passenden Termin für jeden Mandatar zu finden. Diesmal wurde die Verschiebung aber nur mit den Klubobleuten abgeklärt.

Kranzl fühlt sich jedoch außen vor. Ohne Fraktion werde man zu wenig miteinbezogen. Das wurde von ihm und GR Albert Polletta bereits in Sitzungen angemerkt. Passiert sei aber wenig. Zumindest nicht für Kranzl, denn Polletta räumt ein, dass er bei „manchen Punkten durchaus“ eingebunden werde – vor allem bei größeren Projekten. Sein Vorteil ist, dass er zum Tourismus-Referenten ernannt wurde. Ressort gab’s keines. Aber mehr Gestaltungsraum.

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