„Aufg’sperrt is, hereinspaziert": Österreich beendet Lockdown mit 3G-Regeln

Gastronomie, Hotellerie, Kultur, Sport und Freizeiteinrichtungen sind seit heute wieder geöffnet. Tirol ist auf den Ansturm vorbereitet. Landeshauptmann Günther Platter erinnert aber an die Einhaltung der 3G-Regeln.

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Vorbereitungen für die Öffnung des Aqua Dome in Längenfeld.
© Polak mediaservice

Innsbruck – Nach sechs Monaten und zwei Wochen ist Österreich in ein großes Stück Normalität zurückgekehrt: 30.000 Lokale und Cafés in Österreich, davon rund 6000 in Tirol, dürfen nach dem Corona-Lockdown am 3. November wieder aufsperren, dazu die Hotellerie, auch Kultur- und Sportveranstaltungen sind möglich. Freizeiteinrichtungen und Fitnesscenter können ihre Dienstleistungen ebenfalls anbieten. Die Handelsketten wie Spar, Rewe (Billa, Penny), Hofer und dm kehren außerdem zu ihren Vor-Corona-Öffnungszeiten zurück, Lidl am 20. Mai. Wie lange die Geschäfte offen haben, ist aber weiter regional unterschiedlich.

Voraussetzungen für Zugang zu Gastronomie, Hotels und Veranstaltungen.
© APA

Die Rahmenbedingungen sind aber sehr strikt. Damit dem langersehnten Besuch eines Lokals nichts im Wege steht, ist für die Gäste ein Nachweis im Sinne der 3-G-Regel – „geimpft, getestet oder genesen“ – erforderlich. Jene Personen, deren Erstimpfung vor weniger als 22 Tagen durchgeführt wurde, bzw. jene, die noch keine Impfung erhalten haben und die keinen Nachweis über eine durchgemachte Coronavirus-Infektion vorlegen können, müssen negative Covid-Tests als „Eintrittskarte“ vorweisen.

Auch bei der Fitness gibt es ab heute keine Ausreden mehr.
© APA/ROLAND SCHLAGER

Breites Testangebot in Tirol

Neben den Screeningstraßen und Teststationen stehen in Tirol über 1000 niedergelassene ÄrztInnen für einen kostenlosen Antigen-Schnelltest zur Verfügung. Die so genannten „Wohnzimmertests“ bilden eine Ergänzung zum bestehenden Angebot und sind bei negativem Testergebnis für 24 Stunden auch als „Eintrittstest“ gültig, sofern sie unter selbsttest.tirol erfasst werden. Zugleich gilt u. a. in der Gastronomie die Registrierungspflicht.

LH Günther Platter hat sich gestern bei einem Lokalaugenschein im Innsbrucker Traditionsgasthaus Peterbrünnl ein Bild von den Vorbereitungen für die heutige Öffnung gemacht.
© Angerer

„Bei aller Freude über die Öffnungen dürfen wir aber nicht vergessen, dass das Virus noch nicht besiegt ist“, mahnt Tirols LH Günther Platter weiter zur Vorsicht. Am Dienstag wurden in Tirol rund 120 positive Corona-Tests gemeldet. Die Entwicklung geht zwar weiter in die richtige Richtung, zugleich gilt für Umhausen noch eine Testpflicht und wegen eines erhöhten Infektionsgeschehens wird die Bevölkerung von Itter ab heute zu kostenlosen PCR-Gurgeltestungen aufgerufen.

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Kinos und Theatersäle in den letzten Vorbereitungszügen: Ab heute können hier endlich wieder Gäste Platz nehmen.
© BARBARA GINDL

Tirol auf Ansturm vorbereitet

Vor allem im Tourismusland Tirol wurde der heutige Tag herbeigesehnt. An Tagen wie diesen fühlt sich nicht nur über den Wolken die Freiheit wohl grenzenlos an. „Das Warten hat endlich ein Ende. Wir alle haben den 19. Mai herbeigesehnt, weil damit nach vielen Monaten voller Entbehrungen ein großer Schritt zurück in unser gewohntes Leben verbunden ist. Nun ist es endlich wieder möglich, ins Gasthaus zu gehen, eine Sport- oder Kulturveranstaltung zu besuchen oder einen Hotelaufenthalt zu buchen“, freut sich auch Platter.

📽️ Video | Von Gastro bis Kultur: Österreich öffnet

Der Landeschef erinnert allerdings auch alle Tirolerinnen und Tiroler, weiterhin Vorsicht walten zu lassen. „Es liegt an uns allen, dass uns die wiedergewonnene Freiheit auch langfristig erhalten bleibt.“ Andererseits hätten sich die „Branchen und ihre tüchtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ sehr gewissenhaft auf die Öffnungen vorbereitet. „Und dank entsprechender Hygiene- und Sicherheitskonzepte steht einem sicheren Aufenthalt in den Bereichen Gastronomie und Hotellerie sowie Sport und Kultur nichts entgegen“, betont Platter.

Tirol ist vorbereitet – auch für den Testansturm für die Zutritte zu Gastronomie, Hotellerie, Theater oder ins Fitnesscenter. Auch die so genannten „Wohnzimmertests“ sind bei negativem Testergebnis für 24 Stunden als „Eintrittstest“ gültig, sofern sie unter selbsttest.tirol erfasst werden. Das Land hat ein Online-Portal eingerichtet. Außerdem erhält man nach Vorlage der E-Card in der Apotheke aktuell fünf Testkits pro Monat, ab Juni sollen es schließlich zehn Kits pro Person sein. (TT/pn)

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