Hamas-Militärchef Deif entkam zwei Mal israelischen Angriffen

Israelische Medien berichteten, die Luftwaffe habe versucht, Mohammed Deif, Chef des militärischen Hamas-Arms, bei Bombardements gezielt zu treffen. Er sei jedoch bei zwei Gelegenheiten in letzter Minute geflohen.

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Seit neun Tagen beschießen militante Palästinenser Israel mit Raketen. Die israelische Armee reagiert darauf mit Angriffen auf Ziele im Gazastreifen.
© MAHMUD HAMS

Gaza – Ein einflussreicher Militärchef der im Gazastreifen herrschenden Hamas ist nach Medienberichten während der jüngsten Eskalation zwei Mal gezielten Tötungsversuchen Israels entkommen. Israelische Medien berichteten am Mittwoch, die Luftwaffe habe versucht, Mohammed Deif, Chef des militärischen Hamas-Arms, der Al-Qassam-Brigaden, bei Bombardements gezielt zu treffen. Er sei jedoch bei zwei Gelegenheiten in letzter Minute geflohen.

Deif gilt schon seit langen Jahren als Nummer eins der Topterroristen auf Israels Abschussliste. Ihm wird die Beteiligung an zahlreichen blutigen Anschlägen auf Israelis vorgeworfen. Nach Medienberichten hat Deif bei Angriffen Israels in der Vergangenheit bereits ein Auge, einen Arm und beide Beine verloren.

Im August 2014 kamen während des letzten Gaza-Kriegs bei einem Luftangriff Israels im Gazastreifen die Frau des Hamas-Führers sowie zwei seiner Kinder ums Leben. Die Hamas verkündete direkt anschließend, Deif habe überlebt. Zuletzt war Deif erstmals seit langem wieder öffentlich aktiv geworden und hatte Israel im Rahmen des Konflikts um Jerusalem gedroht.

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Es ist ein erklärtes Ziel Israels im jüngsten Einsatz gegen die Hamas, führende Mitglieder der islamistischen Organisation zu töten. Bei Angriffen kamen nach Militärangaben bereits wichtige Mitglieder von Deifs Stab zu Tode.

Seit neun Tagen beschießen militante Palästinenser Israel mit Raketen. Die israelische Armee reagiert darauf mit Angriffen auf Ziele im Gazastreifen, vor allem durch die Luftwaffe.

Laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium kamen binnen gut einer Woche 219 Menschen im Gazastreifen ums Leben, mehr als ein Viertel davon Minderjährige. Nach Angaben der israelischen Armee waren mindestens 160 der Getöteten militante Kämpfer. Das israelische Militär versucht nach eigenen Aussagen zivile Ziele zu vermeiden, die Hamas und andere Militante würden jedoch Kämpfer und Waffen in Wohnhäusern oder in deren Nähe lagern. In Israel starben bisher zwölf Menschen durch Raketenfeuer aus dem palästinensischen Küstengebiet. (APA/dpa)


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