Bauarbeiter entdeckten Einbrecher-Tunnel zu deutscher Bank

Abgesackte Pflastersteine an einer Parkplatz-Einfahrt ließen den geplanten Coup auffliegen. Bauarbeiter fanden bei der Reparatur Holzplanken in etwa zwei Metern Tiefe, unter denen der Tunnel war.

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Herford – Einbrecher haben mit einem Tunnel in eine Volksbank in Spenge im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen eindringen wollen, ihr kriminelles Machwerk ist vor Vollendung aber aufgeflogen. Bauarbeiter seien auf den Tunnel gestoßen, nachdem sie wegen abgesackter Pflastersteine an einer Parkplatz-Einfahrt gerufen worden waren, sagte eine Polizeisprecherin. Die ersten unebenen Steine neben der Bank waren schon am Freitag aufgefallen, in den Tagen danach kamen weitere hinzu.

Daraufhin beauftragte die Volksbank eine Fachfirma – zunächst ging man von einem Wasserschaden aus. Bei den Reparaturdiensten fanden die Bauarbeiter Holzplanken in etwa zwei Metern Tiefe, unter denen der Tunnel war. Am Dienstagnachmittag wurde die Polizei alarmiert. Später kam die Kriminalpolizei, um den Sachverhalt zu rekonstruieren. Der mit Holzplanken abgestützte Tunnel war sieben bis acht Meter lang und etwa einen Meter breit. Einen Durchbruch hatte es aber noch nicht gegeben.

Die Polizisten stellten fest, dass der Tunnel in der einen Richtung zur Bank und in der anderen Richtung zu einem Trafohäuschen eines Stromnetzbetreibers führte - dort dürften die Einbrecher die Grabungsarbeiten begonnen haben. Die Kleinstadt Spenge mit rund 15.000 Einwohnern liegt unweit von Herford in Ostwestfalen. Die Volksbank liegt relativ zentral in dem Ort, nicht weit von der Stadthalle entfernt und direkt neben einem Pflegezentrum. (APA/dpa)


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